Union Berlin atmet auf: Rückkehr der verletzten Spieler bringt neue Hoffnung
Die Luft in Berlin ist frisch und die Vorfreude auf die Rückkehr der verletzten Spieler beim 1. FC Union Berlin steigt. Nach einer durchwachsenen Phase und einem katastrophalen Saisonstart – die 0:7-Niederlage gegen den FC Bayern München sitzt vielen noch in den Knochen – gibt es endlich Licht am Ende des Tunnels. Das Krankenlager lichtet sich langsam! Andrej Ilic und Josip Juranovic haben am Freitag das Mannschaftstraining auf dem neuen Platz auf dem Parkhausdach wieder aufgenommen. Beide wirkten gut gelaunt und man konnte den Spaß förmlich spüren, als Juranovic mit seinen Teamkollegen scherzte.
Die Rückkehr von Andrej Ilic ist besonders wichtig, denn der robuste Stürmer wird dringend gebraucht. Er musste Anfang August wegen einer Lebensmittelvergiftung das Trainingslager verlassen und anschließend sogar operiert werden. Sein Comeback steht noch aus, und die Offensive von Union könnte einen kräftigen Schub gebrauchen. Aktuell ist der 19-jährige Mekhi Gray die einzige Alternative, die aber noch an Erfahrung mangelt. Und auch Oliver Burke, der nach einer Achillessehnenverletzung wieder zurück ist, hat bisher nur kurze Einsätze gehabt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation bei ihm entwickeln wird.
Die Comebacks im Detail
Marvin Friedrich, der ebenfalls aus dem Krankenlager zurückgekehrt ist, hat in dieser Saison noch keinen Einsatz absolviert. Er litt zunächst unter Oberschenkelproblemen und hat zuletzt eine Erkältung auskuriert. Auch sein erstes Pflichtspiel seit der Rückkehr zu Union im Sommer steht noch aus. Union hofft, dass mindestens einer der drei Spieler – Ilic, Friedrich oder Burke – beim nächsten Heimspiel gegen die SV Elversberg am Samstag, dem 10. Oktober, wieder im Kader stehen wird.
Die Situation ist für die Mannschaft und die Fans ein bisschen wie ein Aufatmen nach einem langen Atemzug. Trainer Mauro Lustrinelli braucht die erfahrenen Spieler und deren Robustheit, um das Team wieder auf Kurs zu bringen. Juranovic, der zu Saisonbeginn als rechter Verteidiger gesetzt war, muss sich jetzt gegen Janik Haberer behaupten, der während seiner Abwesenheit auf dieser Position sehr überzeugend spielte. Ob Juranovic seinen Stammplatz zurückerobern kann? Das bleibt spannend.
Die Stimmung im Team könnte kaum besser sein. Nach einer harzigen Phase, wo sich die Niederlagen zu häufen schienen, liegt nun die Hoffnung auf den Schultern der zurückkehrenden Spieler. Der Neustart nach der Länderspielpause könnte genau der richtige Moment sein, um sich aus der derzeitigen Misere – Union steht auf dem vorletzten Tabellenplatz mit nur einem Punkt – zu befreien. Die Fans sind bereit, und die Spieler ebenfalls. Jetzt heißt es nur noch: Auf die Plätze, fertig, los!
