Es ist ein aufregender Moment für den 1. FC Union Berlin, der sich in Treptow-Köpenick ein neues Zuhause für seine Talente schafft. Lisa Heiseler, die Kapitänin des Vereins, erinnert sich nostalgisch an ihre Anfänge im Jahr 2012 auf den Kunstrasenplätzen. In dieser Tradition wird das neue Trainingszentrum nicht nur ein Ort für Training, sondern ein Raum, in dem Geschichte geschrieben wird. Das Richtfest, das kürzlich mit 500 Gästen gefeiert wurde, markiert einen weiteren Schritt auf diesem Weg.

Der Rohbau des Trainingszentrums steht bereits und die Arbeiten liegen im Zeitplan. Präsident Dirk Zingler unterstreicht die Bedeutung dieses Projekts, das mit rund 40 Millionen Euro hinter dem Stadion An der Alten Försterei investiert wird. Die Fertigstellung ist für Ende des Jahres geplant, und die Vorfreude auf die neuen Möglichkeiten ist spürbar. Ein Rasenspielfeld wird bereits genutzt, während ein zweites auf einem Parkhaus für 300 Autos entstehen soll, das im Spätsommer in Betrieb genommen wird.

Moderne Trainingsbedingungen für Profis und Talente

Das neue Zentrum wird mit zwei Hybridrasenplätzen und einem dreigeschossigen Funktionsgebäude ausgestattet, das sich über 4100 Quadratmeter erstreckt. Im Erdgeschoss finden sich identisch große Kabinen für beide Profimannschaften sowie Räume für Physiotherapie und Regeneration. Eine Etage höher sind Kraft- und Athletikräume sowie Aufenthaltsbereiche und Ruheräume vorgesehen, während die obere Etage Büros der sportlichen Leitung und Besprechungsräume beherbergt, ergänzt durch Balkone und eine großzügige Terrasse.

Zingler hebt hervor, dass das Zentrum auch dazu dient, die Bedingungen für beide Profiteams in der höchsten Spielklasse zu verbessern und den Austausch zwischen den Mannschaften zu fördern. Kapitän Christopher Trimmel bezeichnet das neue Zentrum als Vorreiter im deutschen Fußball. Diese innovativen Ansätze werden ergänzt durch die jüngste Anerkennung des Vereins als DFB-Leistungszentrum für Frauen.

Anerkennung als DFB-Leistungszentrum

Jennifer Zietz, Chefin des Frauenfußballs und Mitglied im Präsidium, bezeichnet die Zertifizierung als bedeutenden Fortschritt für die Nachwuchsarbeit. Sie zeigt sich stolz auf das Team, das sich intensiv um die Zertifizierung bemüht hat. Die Auszeichnung gilt sowohl für das Trainingszentrum Oberspree als auch für das Trainingszentrum Plänterwald, und Marcus Urban, der Nachwuchskoordinator für Mädchen, sieht in der Zertifizierung eine wertvolle Bestätigung und Motivation, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

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Ziel ist es, den Spielerinnen die besten Bedingungen für ihre Leistung und persönliche Entwicklung zu bieten. Der Austausch mit dem DFB wird als äußerst hilfreich angesehen, um die Arbeit kontinuierlich zu optimieren. Diese Entwicklungen stehen im Kontext der bevorstehenden Einführung der B-Juniorinnen-Bundesliga zur Saison 2024/2025, die durch den neuen DFB-Pokalwettbewerb und gemischtgeschlechtliche regionale Spielbetriebe ergänzt wird. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die weibliche Talentförderung zu professionalisieren und zu optimieren.

Ein Blick in die Zukunft

Die Einführung von Qualitätsstandards wird die Strukturen in den Vereinen nachhaltig verbessern. Die ersten Anerkennungen im Rahmen der neuen DFB-Richtlinien erfolgen im Dezember 2024, wobei die Mindestanforderungen für Klubs aus Frauen-Bundesligen und Regionalligen entscheidend sind. Die tiefgreifenden Veränderungen, die sich in der Förderung weiblicher Talente ab U 16/U 17 ergeben, sind ein Schritt in die richtige Richtung, um den Fußballsport für Mädchen und Frauen weiter zu entwickeln.

Insgesamt zeigt sich, dass der 1. FC Union Berlin nicht nur in der Männerfußball-Szene eine Vorreiterrolle einnimmt, sondern auch im Bereich des Frauenfußballs. Die Kombination aus modernem Trainingszentrum und der Anerkennung als DFB-Leistungszentrum schafft eine vielversprechende Grundlage für die Zukunft beider Mannschaften.