Heute ist der 8.05.2026 und in Treptow-Köpenick gibt es einen Grund zur Freude! Der jährliche Almauftrieb im Landschaftspark Rudow-Altglienicke hat wieder stattgefunden. Seit 2014 ist dieses Ereignis ein fester Bestandteil des Berliner Sommers. Am Freitag um 11 Uhr wurden acht prächtige Wasserbüffel auf die üppigen Wiesen des Parks entlassen. Die Tiere, die als „Autobahnbüffel“ bekannt sind, weil der Park als Ausgleichsmaßnahme für den Bau der Autobahn A113 eingerichtet wurde, schauten zunächst ein wenig scheu umher. Doch bald schon wagten sie sich neugierig in die unberührte Natur. Jubelnde Zuschauer empfingen die Tiere, als ob sie alte Freunde begrüßen würden.
Die Wasserbüffel verbringen nun den Sommer im Park, wo sie auf 18 Hektar eingezäunter Weideflächen grasen. Unter der Aufsicht der Autobahn GmbH des Bundes entwickelt sich dieses Areal zu einem echten Biotop. Es ist eine spannende Verbindung von Naturschutz und nachhaltiger Landwirtschaft. Ein ausgewachsener Büffelbulle bringt bis zu 1200 kg auf die Waage, während eine Kuh rund 800 kg wiegt. Diese friedlichen Tiere haben eine lange Geschichte der Koexistenz mit Menschen, die über 6000 Jahre zurückreicht. Sie sind bei der Pflege der feuchten Wiesenflächen eine wertvolle Hilfe und tragen aktiv zur Förderung der Biodiversität im Park bei.
Das Leben der Wasserbüffel
Im Park selbst leben derzeit eine Kuh, ein Kälbchen und sechs weitere Wasserbüffel. Ihre Lieblingsbeschäftigungen? Schlammbaden und Schwimmen! Man kann sich nur zu gut vorstellen, wie sie sich im kühlen Nass tummeln, während die Sonnenstrahlen sie kitzeln. Im Winter ziehen die Büffel zur Döberitzer Heide, wo auch der Nachwuchs zur Welt kommt. Die Kälber bleiben etwa neun Monate bei ihren Müttern und werden später in verschiedene Beweidungsprojekte in Berlin und Brandenburg integriert. Es ist eine Art von Wanderung, die man nicht alle Tage sieht.
Nicht nur die Wasserbüffel sind eine Attraktion, auch die gesamte Umgebung des Parks ist es wert, erkundet zu werden. Der Landschaftspark Rudow-Altglienicke ist ein Ort, der Natur und urbane Lebensweise verbindet. Hier kann man die Stadt hinter sich lassen und sich in die sanften Hügel und weiten Wiesen der Umgebung entführen lassen. Vielleicht nicht ganz wie in den Alpen, aber in Berlin hat sich ein kleines Stück Naturparadies etabliert.
Das Engagement für den Naturschutz und die Integration der Wasserbüffel in die Landschaftspflege zeigt, wie wichtig es ist, solche Projekte zu unterstützen. Sie helfen nicht nur der Natur, sondern bringen auch ein Stück Freude und Lebendigkeit in unsere Stadt. Also, wenn ihr das nächste Mal in der Nähe seid, schaut vorbei! Die „Autobahnbüffel“ warten darauf, von euch entdeckt zu werden.