Rückbau des Fußgängertunnels am Bahnhof Schöneweide: Verkehrseinschränkungen und Neugestaltung in Sicht
Ab Montag, dem 26. Oktober 2026, wird es rund um den Bahnhof Schöneweide ordentlich turbulent. Grund dafür ist der Rückbau des Fußgängertunnels, der einst die Schnellerstraße mit dem Bahnhofsvorplatz, auch bekannt als Cajamarcaplatz, verband. Dieser Tunnel hatte schon eine bewegte Geschichte hinter sich – zuletzt war er nach einem Brand gesperrt worden, und eine Instandsetzung ist nicht vorgesehen. Stattdessen wird er nun vollständig entkernt, was mit erheblichen Verkehrseinschränkungen einhergeht.
Die Verkehrssituation wird sich in den kommenden Monaten spürbar verändern. Stadteinwärts wird der Verkehr ab dem Sterndamm auf nur noch einen Fahrstreifen reduziert. Das klingt nach Stau, oder? Neben diesem Fahrstreifen wird zudem ein Busfahrstreifen eingerichtet. Glücklicherweise bleiben stadtauswärts beide Fahrspuren erhalten. Fußgänger und Radfahrer können aufatmen, sie sollen weniger stark betroffen sein – die Zugänge zu den BVG-Haltestellen und dem Bahnhof bleiben komplett erhalten. Auch das Bürgeramt im Michael-Brückner-Haus und die Wohnhäuser an der Schnellerstraße bleiben durchgehend erreichbar.
Verkehrsführung und Ampelanlagen
Für die Zeit der Bauarbeiten werden die Bushaltestellen vorübergehend nördlich der Kreuzung verlegt. Und für alle Fußgänger gibt es eine zusätzliche mobile Ampelanlage, damit man sicher die B96a queren kann, während die Bauarbeiten laufen. Man muss sich vorstellen, dass der Tunnel nicht mehr gebraucht wird, seit die Kreuzung Michael-Brückner-Straße/Brückenstraße/Schnellerstraße umgestaltet wurde und nun ampelgeregelte Überquerungen bietet. Der Rückbau wird sich über mehrere Bauphasen erstrecken und soll voraussichtlich bis zum dritten Quartal 2027 dauern. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa vier Millionen Euro.
Die bereits entfernte technische Ausrüstung des Tunnels, einschließlich Aufzüge und Fahrtreppen, wird nun einem kompletten Rückbau unterzogen. Die Tunnelwände im Vorplatzbereich und am früheren Eingangsbereich werden abgebrochen und mit Boden verfüllt. Unter der B96 wird Flüssigboden eingesetzt, um die Michael-Brückner-Straße weitestgehend offen zu halten. Es ist ein ganz schönes Unterfangen, das die Stadt hier angeht.
Kunst und Gestaltung
Ein schöner Aspekt dieser Bauarbeiten ist, dass die Glasmosaike des Künstlers Klaus Roenspieß, die einst im Tunnel prangten, ausgebaut und modernisiert werden. Ab 2027 sollen sie öffentlich gezeigt werden, was den ganzen Rückbau vielleicht etwas auflockert. Nach dem Rückbau wird es auch eine Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes geben – eine Chance, die Gegend frischer und einladender zu gestalten. Die Deutsche Bahn hat ebenfalls Pläne, das Eingangsgebäude der Verkehrsstation denkmalgerecht zu sanieren. Es gibt viele spannende Entwicklungen, die sich hier anbahnen!
Ob die Umleitungen und die Einschränkungen für Autofahrer letztendlich ein kleines Übel sind, um Platz für etwas Neues zu schaffen? Das bleibt abzuwarten. Eines ist sicher: In den kommenden Monaten wird es rund um den Bahnhof Schöneweide noch einiges zu beobachten geben. Wer weiß, vielleicht wird das alles ja einen positiven Wandel mit sich bringen.
