Die Späth’schen Baumschulen, ein wahres Juwel der Berliner Gartenkultur, stehen vor einem aufregenden Wandel. Mit der Ernennung von drei neuen Geschäftsführerinnen wird frischer Wind durch das älteste produzierende Unternehmen der Hauptstadt geweht. Gegründet im Jahr 1720, hat sich die Baumschule über die Jahrhunderte hinweg als bedeutender Akteur in der Pflanzenproduktion etabliert. Holger Zahn, der langjährige Geschäftsführer, übergibt nun die Leitung an die gebürtigen Berlinerinnen Karoline Leu, Susanne Schmohl und Laura Lichtenheldt. Die neuen Chefinnen bringen nicht nur umfangreiche Fachkompetenz mit, sondern sind auch Mütter kleiner Kinder, was eine besondere Verbindung zur Natur und den Werten des Unternehmens schafft.
Die Späth’schen Baumschulen sind nicht nur für ihre große Auswahl an über 80.000 Pflanzen bekannt, sondern auch für ihre umfassenden Leistungen im Garten- und Landschaftsbau. Auf dem weitläufigen Gelände finden sich Schaugärten, ein Open-Air-Baumschulenmuseum sowie gastronomische Angebote und ein Hofladen, die das Herz jedes Pflanzenliebhabers höher schlagen lassen. Zu den beliebten Veranstaltungen gehören der Weihnachtsmarkt und die Kürbisschau, die jedes Jahr zahlreiche Besucher anziehen.
Frühlingsfest und neue Initiativen
Ein Highlight im Veranstaltungskalender ist das Frühlingsfest „Späth’er Frühling“, das am 9. und 10. Mai stattfindet. Dieses Jahr wird es besonders spannend, denn die neuen Geschäftsführerinnen werden hier erstmals öffentlich auftreten. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, sowie der Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, Oliver Igel, haben ihr Kommen zugesagt, um die neuen Gesichter in der Leitung der Baumschulen willkommen zu heißen. Die Programmpunkte sind vielversprechend: Neben Aufführungen von Grimm-Märchen wird es Vorträge über Biodiversität, Stadtentwicklung und Klimaschutz geben, die das Engagement der Späth’schen Baumschulen für eine grünere Zukunft unterstreichen.
Historisch betrachtet waren die Späth’schen Baumschulen im 19. Jahrhundert eine der bedeutendsten Baumschulen Europas und exportierten Pflanzen in viele Länder. Sie haben sich als unerschütterlich erwiesen, trotz der Herausforderungen, die Industrialisierung, Kriege und politische Veränderungen mit sich brachten. Die Verwendung historischer Zuchtpläne ermöglicht es, viele Berliner Stadtbäume auf Späth-Sorten zurückzuführen, was den hohen Stellenwert des Unternehmens für die Stadt und ihre grüne Infrastruktur verdeutlicht.
In der heutigen Zeit, in der Klimaschutz und nachhaltige Stadtentwicklung immer wichtiger werden, tragen die Späth’schen Baumschulen mit ihren Initiativen und ihrem breiten Angebot zur Verbesserung des urbanen Lebensumfeldes bei. Die neue Führung wird sicherlich innovative Ideen und Konzepte entwickeln, um die Tradition fortzuführen und gleichzeitig auf die aktuellen Herausforderungen zu reagieren. Dabei bleibt die Verbindung zur Natur und zur Gemeinschaft, die das Unternehmen seit Jahrhunderten prägt, ein zentraler Bestandteil ihrer Philosophie.