In Treptow-Köpenick haben die Verantwortlichen eine unangenehme Überraschung für alle Sportbegeisterten. Kurzfristig wurden zwei Sportanlagen dichtgemacht, und das hat seine Gründe. Das Bezirksamt gab bekannt, dass die Sperrungen aufgrund des Eichenprozessionsspinners notwendig sind – ein kleines, aber fieses Tierchen, das mit seinen Brennhaaren für gesundheitliche Probleme sorgen kann. Die betroffenen Sportanlagen sind die Sportanlage FEZ an der Wuhlheide 161 und der Sportplatz Hirschgartendreieck am Fürstenwalder Damm 366. Diese Maßnahmen gelten bis einschließlich 5. Juli und sollen die Gesundheit aller schützen.

Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners sind mikroskopisch klein und enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Oh ja, das klingt nicht gerade einladend! Der Kontakt kann zu Haut- und Atemwegsreizungen führen – also besser Abstand halten. Das Straßen- und Grünflächenamt hat bereits Maßnahmen eingeleitet und entfernt Nester an sensiblen Orten wie Schulen und Spielplätzen. Für die Sportler, die sich auf das Sommerfest des SV Askania Coepenick am 27. Juni gefreut haben, gibt es allerdings schlechte Nachrichten: das Fest wurde abgesagt. Ein wahrlich unglücklicher Umstand, aber die Gesundheit geht nun mal vor.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

An zahlreichen Bäumen in Berlin weisen mittlerweile Flatterbänder auf den Befall mit dem Eichenprozessionsspinner hin. Wenn man durch die Straßen schlendert, wird man unweigerlich auf die Warnungen aufmerksam. Die zuständigen Stellen arbeiten gemeinsam daran, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen. Das Bezirksamt hat bereits Hinweisschilder an befallenen Schulhöfen, Sportplätzen, Friedhöfen und Grünanlagen aufgestellt. Die Botschaft ist klar: Meidet die Nester und Gespinste! Bei Kontakt ist es ratsam, die Kleidung zu wechseln und die betroffenen Hautpartien sowie die Augen gründlich mit Wasser auszuspülen.

Doch was kann man tun, wenn man mit diesem lästigen Schädling konfrontiert wird? Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners fällt unter verschiedene Regelungsbereiche, darunter die Pflanzenschutzmittel-Verordnung und die Biozid-Verordnung. Es gibt diverse Methoden zur Bekämpfung, sei es chemisch, biologisch, mechanisch oder thermisch. Wichtig ist, dass diese Maßnahmen von professionellen Anwendern durchgeführt werden. Bei einem Befall sollte man immer die örtlichen Gesundheits-, Forst- oder Pflanzenschutzämter kontaktieren oder sich an professionelle Schädlingsbekämpfer wenden.

Gemeinsam gegen den Schädling

Eine interessante präventive Maßnahme sind Nistkästen für Meisen in der Nähe von Eichen – nicht direkt in die Bäume, versteht sich. Diese kleinen gefiederten Freunde helfen, die Raupenpopulation in Schach zu halten. Bei Befall ist es wichtig, die Bekämpfungsmethoden sorgfältig abzuwägen. Die mechanische Bekämpfung, wie das Absaugen der Gespinstnester, ist ab dem dritten Larvenstadium möglich. Auch thermische Methoden, bei denen heißes Wasser oder Heißschaum eingesetzt wird, können die Raupen abtöten und die giftigen Eiweiße denaturieren. Aber Vorsicht: Ungeschütztes Abflammen oder Fällen von Bäumen sollte man vermeiden, da die Brennhaare unkontrolliert verteilt werden könnten.

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Das Umweltbundesamt empfiehlt, befallene Gebiete zu meiden. Menschen, die mit Raupen oder Nester in Berührung kommen, sollten unbedingt ihre Kleidung wechseln, sich gründlich duschen und die Kleidung bei mindestens 60 °C waschen. Denn die kleinen Biester sind nicht nur gefährlich für die Bäume, sondern auch für uns Menschen. Ein klarer Aufruf zur Vorsicht – besonders in diesen heißen Sommertagen, in denen man eigentlich die Natur genießen möchte. Und da ist es nicht nur schade um das Sommerfest, sondern auch um die schönen Tage im Freien. Bleibt also achtsam und schützt euch vor diesen ungebetenen Gästen!

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