Blühende Freundschaften: Zehn Jahre Urban Gardening an der HTW Berlin
Inmitten des quirligen Treptow-Köpenick, genauer gesagt an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin, blüht seit 2016 ein ganz besonderer Garten. Hier, auf dem Campus Wilhelminenhof, wachsen nicht nur Gemüse und Kräuter. Es ist ein Ort, an dem sich Ideen entfalten, Freundschaften geknüpft werden und Gemeinschaft leben darf. Ursprünglich als studentische Initiative ins Leben gerufen, feiert dieser urbane Garten am Samstag, den 4. Juli 2026, sein zehnjähriges Bestehen mit einem fröhlichen Sommerfest, das ab 13 Uhr alle Hochschulangehörigen und Anwohner einlädt, den Garten zu erkunden und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Die Wurzeln des Urban Gardens reichen zurück in den Winter 2015, als Zeki, ein Student des Fachs Regenerative Energien, die zündende Idee hatte, Hochbeete auf einer ungenutzten Brache neben Gebäude H zu errichten. Ein simples, aber kraftvolles Vorhaben, das durch Mund-zu-Mund-Propaganda schnell viele interessierte Studierende mobilisierte. Im darauffolgenden Frühling – 2016 – wurde das Konzept durch die Einführung von vier Bienenvölkern mit rund 40.000 fleißigen Bienen ergänzt. Ja, richtig gehört! Studenten haben die Möglichkeit, im Ergänzungsfach „Bienenwirtschaft“ das Imkerhandwerk zu erlernen. Es ist nicht nur ein praktisches Fach, sondern auch ein Ausdruck der Leidenschaft für die Natur und deren nachhaltige Nutzung.
Gemeinsam wachsen und gedeihen
Die Hochbeete des Urban Gardens sind ein wahres Paradies für Hobbygärtner: Erdbeeren, Rucola, Möhren und Zucchini sprießen hier in voller Pracht. Aber der Garten ist nicht nur für Studierende gedacht! Anwohner der Umgebung sind herzlich eingeladen, eigene Beete zu pflegen und in die spannende Welt des Urban Gardening einzutauchen. Und das Beste? Durch die Gartenarbeit werden nicht nur Pflanzen, sondern auch Freundschaften gepflegt. Es ist das Herzstück des Projekts, das den Austausch von Ideen und die Förderung der Gemeinschaft in den Vordergrund rückt.
Holger Martin vom Urban-Garden-Team hebt hervor, wie wichtig gemeinschaftliches Engagement, Nachhaltigkeit und Kreativität für das Projekt sind. Die Vision für die Zukunft bleibt klar: Der Urban Garden soll ein Ort für praktische Nachhaltigkeit und gemeinschaftliche Gestaltung sein. Dabei wird nicht nur der Anbau von Gemüse und Kräutern gefördert, sondern auch technologische Entwicklungen wie Dachbegrünung und automatische Bewässerungssysteme vorangetrieben. Das klingt nicht nur spannend, es ist auch ein wichtiger Schritt in Richtung einer grüneren Zukunft!
Ein Fest für die Sinne
Das Sommerfest anlässlich des zehnjährigen Jubiläums verspricht ein buntes Programm. Neben der Erkundung des Gartens und spannenden Gesprächen mit den Aktiven gibt es auch eine Tombola und jede Menge Gelegenheit für ein geselliges Beisammensein. Das Urban-Garden-Team sorgt für erfrischende Getränke und freut sich über freiwillige Beiträge zum Buffet – vielleicht etwas Fingerfood oder Snacks aus verschiedenen Küchen? Die Atmosphäre soll entspannt und einladend sein, ganz im Sinne der Gemeinschaft, die der Garten verkörpert.
Urban Gardening hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen – nicht nur in Berlin, sondern weltweit. Immer mehr Menschen erkennen, wie wichtig nachhaltige Lebensräume in unseren Städten sind. Gemeinschaftsgärten wie dieser in Oberschöneweide verbessern nicht nur die Lebensqualität, sie tragen auch zur Stadtökologie bei, indem sie grüne Infrastruktur schaffen und die städtische Biodiversität fördern. Die kleinen Gärten regulieren das Mikroklima, mildern den urbanen Wärmeinseleffekt und bieten Lebensräume für viele Pflanzen und Tiere. Ein einfaches Hochbeet kann also Großes bewirken.
Zur Feier des Urban Gardens lässt sich nur sagen: Kommt vorbei, feiert mit uns und lasst euch von der grünen Vielfalt inspirieren! Wer weiß, vielleicht entdeckt ihr ja eure eigene Leidenschaft fürs Gärtnern – oder lernt einfach nur nette Leute kennen. Man sieht sich im Garten!
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