Heute ist der 18.07.2026 und im Kiezklub Allende in Köpenick geht es bunter zu, als manch einer denken mag. Seema und Lea, beide gerade mal 15 Jahre jung, haben es sich zur Aufgabe gemacht, mit Seniorinnen kleine Blumensträuße aus bunten Pfeifenreinigern zu basteln. Ein ganz besonderer Nachmittag, der nicht nur kreatives Geschick verlangt, sondern auch das Herz erwärmt. Die Atmosphäre ist locker, man hört das Lachen und fröhliche Geplapper der Frauen, die sich mit viel Engagement in das Projekt stürzen. Renate, eine der Seniorinnen, hat sogar schon einen Plan: Ihre bunte Kreation soll ein Geschenk für eine Bekannte werden! Wie schön!

Der Verein Sonay soziales Leben e.V., gegründet 2022 von Jonas Deußer, hat diesen Kreativ-Treff ins Leben gerufen. Ziel ist es, das Miteinander von Jung und Alt zu fördern und ein Stück weit gegen die Isolation in der Gesellschaft anzukämpfen. Eines der ersten Projekte des Vereins war die „Generationen-WG“, wo Senioren und junge Menschen unter einem Dach leben. Eine wertvolle Erfahrung für alle Beteiligten, die lebendige Geschichten und Erinnerungen hervorbringt.

Kreative Verbindungen stärken

Was Seema und Lea hier auf die Beine stellen, ist mehr als nur Basteln. Es ist das Projekt „Generationen-Tandems“, das wöchentliche Treffen zwischen jungen Ehrenamtlern und Senioren organisiert. Die beiden Jugendlichen haben an einem einwöchigen Lehrgang teilgenommen, der sie darauf vorbereitet, kreative Angebote zu gestalten und den Umgang mit älteren Menschen zu erlernen. Mit der „Teilhabe-Hilfe-Card“ werden sie nach einem Jahr der Begleitung durch Fachkräfte ausgezeichnet. Diese Karte ermöglicht es den Jugendlichen, in Treptow-Köpenick, Lichtenberg und Mitte aktiv zu werden und ihre Ideen für ein besseres Miteinander umzusetzen.

Die „Teilhabe-Hilfe-Card“ wird übrigens im Mai 2026 starten – eine Initiative, die durch die Lotto-Stiftung Berlin und die Bezirksämter unterstützt wird. Rund 70 Jugendliche werden ausgebildet, um etwa 35 neue Angebote für Senioren zu schaffen. Das klingt nach einem spannenden Abenteuer, bei dem nicht nur die Jugendlichen, sondern auch über 875 ältere Menschen profitieren werden. Es gibt bereits erste Angebote, die ab Mai 2026 in Treptow-Köpenick starten: Ein „Spaßiges Sprachcafé“, kreative Nachmittage im KIEZKLUB „Allende“ und sogar eine Digital-Sprechstunde im Stadtteilzentrum Rabenhaus. Die Möglichkeiten sind vielfältig und alle Angebote sind kostenfrei!

Generationenübergreifendes Engagement

In einer Zeit, in der die Gesellschaft oft als unübersichtlich und hektisch empfunden wird, zeigen Projekte wie diese, dass das Miteinander von Jung und Alt nicht nur möglich, sondern auch nötig ist. Mehrgenerationenhäuser, die vom Bund initiiert wurden, fördern aktiv das Zusammenkommen verschiedener Altersgruppen. Hier kann man sich als Leihgroßeltern engagieren, Computer-Nachhilfe geben oder sogar Theaterprojekte ins Leben rufen. Es ist der freiwillige Einsatz, der diese Orte lebendig macht und ohne den viele Angebote gar nicht existieren könnten.

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Die Idee, Lebenserfahrung und jugendlichen Elan zusammenzubringen, ist eine wahre Bereicherung für unsere Gesellschaft. Es ist nicht nur eine Möglichkeit, Einsamkeit im Alter zu verringern, sondern auch eine Chance für die Jugendlichen, soziale Berufe zu entdecken und sich in der Gemeinschaft zu engagieren. Die „Familienatlas“ bietet hierfür wertvolle Informationen zum freiwilligen Engagement in Mehrgenerationenhäusern sowie in Familien- und Mütterzentren. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, um ein aktives und eigenständiges Leben für ältere Menschen zu ermöglichen.

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