Heute ist der 25.10.2026 und wir werfen einen Blick auf ein Thema, das uns alle betrifft: die Sicherheit in unserer geliebten Hauptstadt Berlin. Die Zahlen sind alarmierend – die Berliner Polizei hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 585 Delikte mit Schusswaffengebrauch erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen leichten Anstieg, denn 2025 waren es noch 561 Fälle. So richtig beruhigend ist das nicht, oder?

Von diesen 585 Fällen betrafen 324 Bedrohungen. Das klingt schon ziemlich bedrohlich, wenn man darüber nachdenkt, dass 261 Fälle tatsächlich mit Schussabgaben verbunden waren. Das macht einem schon ein mulmiges Gefühl. Besonders erschreckend ist, dass mit scharfen Schusswaffen 65 Schüsse abgegeben wurden, in 62 Fällen ging die Polizei von Straftaten aus. Hierbei wurden 118 Personen als Geschädigte erfasst, darunter sogar zwei Tote. Das sind keine bloßen Zahlen, das sind Schicksale.

Die Spezialeinheit „Ferrum“ im Einsatz

Im November 2025 wurde die Spezialeinheit „Ferrum“ gegründet, um gezielt gegen den Schusswaffengebrauch in der organisierten Kriminalität vorzugehen. Seit ihrer Gründung hat sie 708 Ermittlungsverfahren eingeleitet und 77 Haftbefehle erwirkt. Zudem wurden 73 scharfe Schusswaffen sichergestellt. Es ist ein kleiner Lichtblick in dieser düsteren Statistik. Die Einheit ermittelt nicht nur in Bezug auf Schüsse, die in der Stadt abgegeben wurden, sondern auch im Zusammenhang mit einer Explosion am Stuttgarter Platz vor zwei Wochen sowie Schüssen auf eine Hausfassade und ein Café in Neukölln. Das zeigt, wie komplex und weitreichend das Problem ist.

In einen weiteren Vorfall am Samstagmorgen wurde auf eine Bar in Charlottenburg-Wilmersdorf geschossen, während Menschen darin verweilten. Zum Glück wurde niemand verletzt. Aber das wirft Fragen auf: Was geht hier vor sich? Wie sicher fühlen wir uns eigentlich noch in unseren eigenen Vierteln?

Waffenkriminalität im größeren Kontext

Die Statistik umfasst nicht nur echte Schusswaffen, sondern auch Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) gab es im Jahr 2025 insgesamt 37.475 Verstöße gegen das Waffengesetz und 489 gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Das sind erschreckende Zahlen, die zeigen, dass die Probleme weit über die bloßen Schussabgaben hinausgehen. Die Aufklärungsquoten lagen 2025 bei 92,4 % für das WaffG und 80,8 % für das KrWaffKontrG. Immerhin gibt es Hoffnung, dass die Behörden aktiv gegen diese Vergehen vorgehen.

Ein weiterer besorgniserregender Trend ist der zunehmende Umlauf gefälschter Schusswaffen sowie der illegale Umbau von Schreckschusswaffen. Die Professionalisierung der illegalen Schusswaffenherstellung mithilfe von 3D-Druck-Technologie zeigt, wie herausfordernd die Situation ist. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat die Aufgabe, diesen kriminellen Aktivitäten auf den Grund zu gehen und arbeitet dabei eng mit internationalen Partnerbehörden zusammen.

Die Situation ist angespannt, und die Dunkelziffer dürfte hoch sein. Wie geht es weiter? Welche Maßnahmen werden ergriffen, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten? Fragen über Fragen, die uns alle beschäftigen sollten.