Stadtbad Schöneberg nach Wiedereröffnung von technischen Problemen geplagt
Nach einer zweieinhalbjährigen Durststrecke, in der das Stadtbad Schöneberg auf der Kippe stand, öffnete es am 9. September 2026 endlich wieder seine Türen. Die Freude darüber war riesig! Wo das Wasser sprudelt und die kleinen und großen Schwimmer gleichermaßen ein Zuhause finden können, war die Erwartungshaltung entsprechend hoch. Doch wie es oft so ist, kam der Schock nach der Freude: Nur wenige Wochen nach der Wiedereröffnung wurden die ersten technischen Probleme sichtbar. Der Fun-Bereich, die Whirlpools und das Solebecken sind momentan alle gesperrt – und der Fahrstuhl, der barrierefreien Zugang ermöglichen sollte, ist ebenfalls seit Wochen außer Betrieb. Das ist schon ein herber Rückschlag für alle, die auf die Wiederbelebung des Stadtbades gehofft hatten.
Die Berliner Bäder-Betriebe haben sich bereits auf ihrer Website zu den Einschränkungen geäußert, doch ein konkretes Datum für die Wiederöffnung der gesperrten Bereiche bleibt vorerst im Nebel. Und das ist besonders bitter, denn die Becken sind aktuell nicht barrierefrei erreichbar – eine klare Sache, die für einige Besucher eine große Hürde darstellt. Während man sich also auf die Wiederbelebung der Schwimmkultur in Schöneberg gefreut hat, stehen nun die Türen zu den wichtigsten Bereichen wieder verschlossen. Das sorgt natürlich für Frust, nicht nur bei den Schwimmern selbst, sondern auch bei den Betreibern, die nach den umfassenden Sanierungsarbeiten von über 14,5 Millionen Euro nun vor diesen unerwarteten Problemen stehen.
Technische Schwierigkeiten nach Millioneninvestition
Die Sanierung, die mehr als zwei Jahre in Anspruch nahm, umfasste nicht nur die Badewassertechnik, sondern auch die Raumlufttechnik und sogar Teile der Heizungsanlage. Man wollte schließlich auf den neuesten Stand bringen, was das Stadtbad zu bieten hat. Doch die Freude über die Modernisierung währte nicht lange. Bereits während des Probebetriebs traten Risse im Putz auf, was die ursprünglich für den 26. August geplante Wiedereröffnung verzögerte. Die Besucher mussten sich in Geduld üben, und jetzt, wo die Tore endlich geöffnet sind, sieht es so aus, als ob das Bad erneut in der Warteschleife feststeckt.
Glücklicherweise gibt es jedoch noch einen Lichtblick: Das 25-Meter-Becken mit Ein- und Drei-Meter-Sprungbrett sowie das Nichtschwimmerbecken und zwei kleine Pools sind weiterhin geöffnet. Für den kleinen Hunger zwischendurch gibt es zudem im Imbiss von RISA Chicken leckere Snacks – ein kleiner Trost für alle, die auf das volle Programm im Stadtbad warten. Um die unglücklichen Umstände ein wenig abzufedern, wurden die Eintrittspreise vorübergehend gesenkt. Das ist ein kleiner Lichtblick in der derzeitigen Misere.
Ein Blick in die Zukunft
Die Situation ist nicht nur lokal problematisch, sondern spiegelt ein weitreichendes Problem wider. Am 19. Juni 2026 endete das Interessenbekundungsverfahren für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“, das insgesamt 942 Projektskizzen für Schwimmbäder umfasst. Mit einem Gesamtfördervolumen von rund 3,2 Milliarden Euro ist das Interesse an der Modernisierung von Schwimmbädern enorm. Bundesbauministerin Verena Hubertz hat bereits betont, dass viele Schwimmbäder unter Druck stehen und dringend modernisiert werden müssen.
Die Berliner Bäder-Betriebe stehen also nicht allein mit ihren Herausforderungen. Auch andere Kommunen sind auf der Suche nach Lösungen – und das ist gut so! Vielleicht bringt diese Welle der Aufmerksamkeit und Unterstützung auch frischen Wind für das Stadtbad Schöneberg. Bis dahin bleibt uns nur, die Daumen zu drücken, dass die technischen Probleme bald behoben werden und wir wieder in die sprudelnden Becken eintauchen können.
