In der Nacht zu Dienstag, am 5. Mai 2026, wurde ein 44-jähriger Mann in der Yorckstraße in Schöneberg Opfer eines brutaleren Angriffs. Ein unbekannter Täter feuerte mindestens fünf Schüsse auf ihn ab, was die Anwohner in der Umgebung aufgeschreckt haben muss. Der Notruf ging gegen 1.05 Uhr bei der Polizei ein, und sofort rückten die Einsatzkräfte aus. Der schwerverletzte Mann wurde mit Schussverletzungen ins Krankenhaus gebracht und musste notoperiert werden. Sein Zustand war kritisch, Lebensgefahr bestand.
Die Polizei suchte umgehend den Tatort sowie den nahegelegenen Gleisdreieckpark nach dem flüchtigen Schützen ab – jedoch ohne Erfolg. Wie es scheint, floh der Täter über den Hellweg-Parkplatz in Richtung Gleisdreieckpark. Passanten, die die Schüsse gehört hatten, leisteten Erste Hilfe, während die Polizei die Wohnung des Opfers überprüfte. Die Yorckstraße wurde in beide Richtungen gesperrt, um die Ermittlungen nicht zu stören. Die 6. Mordkommission hat nun die weiteren Ermittlungen übernommen.
Ein besorgniserregender Trend
Stephan Weh, ein Gewerkschaftsvertreter, äußerte sich zur Gefährdung von Menschenleben durch solche Taten. Er wies auf die zunehmende Durchbewaffnung der Szene hin und betonte, dass die Polizei die Problematik nicht allein lösen könne. Das ist ein eindringlicher Hinweis auf die steigende Zahl von Verletzten durch Gewaltakte, die nicht nur die betroffenen Opfer, sondern auch das Gesundheitssystem belasten. Im Jahr 2022 verzeichnete Berlin im Durchschnitt drei Schusswaffenvorfälle pro Tag – eine Zahl, die alarmierend ist.
Die Berliner Polizei registrierte im Jahr 2025 insgesamt 1119 „Schusswaffendelikte“, während es im Jahr 2024 nur 666 waren. Der Anstieg der Schusswaffengewalt wird unter anderem auf Verteilungskämpfe innerhalb der Organisierten Kriminalität zurückgeführt. Ein besorgniserregender Trend, der Fragen aufwirft.
Waffenrecht in Deutschland
Im Jahr 2024 gab es in Deutschland rund Verstöße gegen das Waffengesetz (WaffG). Die Zahl der Tatverdächtigen ist im Vergleich zum Vorjahr um rund * Prozent gesunken. Deutschland hat ein sehr restriktives Waffenrecht, was bedeutet, dass die Beschaffung einer Waffe hierzulande deutlich schwieriger ist als in anderen Ländern wie den USA. Laut dem Nationalen Waffenregister (NWR) besaßen im Jahr 2024 rund Privatpersonen insgesamt ** Millionen Schusswaffen und Schusswaffenteile.
Das WaffG regelt den Erwerb, den Besitz, das Führen, Schießen sowie die Herstellung und den Handel mit Waffen. Die letzten Änderungen traten im September 2020 in Kraft, als Reaktion auf die Terroranschläge in Paris 2015. Um eine waffenrechtliche Erlaubnis zu erhalten, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein: Volljährigkeit, persönliche Eignung und waffenrechtliche Zuverlässigkeit, der Nachweis der waffenrechtlichen Sachkunde sowie das persönliche Bedürfnis an einer Waffe.