Heute ist der 29.05.2026 und wir werfen einen Blick auf die Berliner Hochschulen, die unter einem enormen Sanierungsbedarf leiden. Es ist ein Thema, das nicht nur die Lehrenden und Lernenden betrifft, sondern auch die Stadt selbst. Der Zustand der Gebäude ist alles andere als rosig, und das hat Folgen, die weit über die Mauern der Universitäten hinausgehen.

Neulich wurde das Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin (TU) wegen gravierender Baumängel geschlossen. Ein Alarmzeichen, das zeigt, wie dringend Handlungsbedarf besteht. Um dem entgegenzuwirken, hat der Senat eine Hochschulbaugesellschaft (BHG) ins Leben gerufen. Diese soll die Bau- und Instandhaltungsprojekte der elf staatlichen Hochschulen in Berlin verwalten. Doch die Finanzierung? Die erfolgt über Kredite und Mieteinnahmen. Aus dem Landeshaushalt fließt kein Cent. Irgendwie seltsam, wenn man bedenkt, dass Bildung doch als zukunftsweisend gilt!

Der Sanierungsstau im Detail

Beginnen wir mit der Humboldt-Universität (HU). Ein Sanierungsstau von satten 1,2 Milliarden Euro für 174 eigene Gebäude – das klingt nach einem richtigen Berg, den man erst einmal erklimmen muss. Aktuell haben 30 Gebäude akuten Sanierungsbedarf, und vier davon sind bereits gesperrt. Besonders bitter ist die Situation beim Philologischen Institut, dessen Sanierung wegen fehlender Mittel gestoppt wurde. Im Wintersemester 2022 waren rund 35.000 Studierende an der HU eingeschrieben. Eine stattliche Zahl, die in maroden Räumen lernen muss.

Die Freie Universität (FU) sieht sich mit einem noch höheren Sanierungsstau von über 1,7 Milliarden Euro für rund 280 Gebäude konfrontiert. 130 dieser Gebäude haben einen sehr hohen Sanierungsbedarf. Immerhin: Aktuell gibt es keine gesperrten Gebäude, aber die Finanzierung der notwendigen Sanierungen bleibt unklar. Im Wintersemester waren 34.500 Studierende an der FU immatrikuliert. Ein Bild, das Fragen aufwirft.

Die Berliner Hochschule für Technik (BHT) hat auch ihre Herausforderungen. Fünf Gebäude stehen auf der Liste mit einem Sanierungsrückstand, der bis 2026 auf 421 Millionen Euro geschätzt wird. Der Hochhausteil von Haus C ist wegen Brandschutz- und Schadstoffproblemen gesperrt. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern gefährdet auch den Lehrbetrieb. Die BHT hatte im Wintersemester knapp 12.000 Studierende.

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Die Kreativität der Universität der Künste

Die Universität der Künste (UdK) hat ebenfalls alle 13 Liegenschaften mit einem Sanierungsbedarf, geschätzte Kosten bis 2046 belaufen sich auf 557 Millionen Euro. Zwar sind keine Gebäude akut von einer Schließung bedroht, doch die Möglichkeit von Havarien schwebt wie ein Damoklesschwert über den Studierenden. Rund 4.500 Studierende sind an der UdK eingeschrieben und müssen sich mit den Gegebenheiten arrangieren.

Die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) meldet ebenfalls Sanierungsbedarf an den eigenen Gebäuden, wobei hier keine akute Gefährdung des Betriebs besteht. Der Bedarf wird auf 6 bis 7 Millionen Euro für Fassaden, Dächer und Elektrik geschätzt. Auch hier gibt es keine aktuellen Sperrungen, jedoch ist der Modernisierungsbedarf bei angemieteten Gebäuden nicht zu unterschätzen. Rund 12.000 Studierende sind an der HWR immatrikuliert.

Ein Blick in die Zukunft

Was bleibt von all diesen Zahlen und Fakten? Eine drängende Frage nach der Zukunft der Bildung in Berlin. Die Sanierungsbedarfe sind alarmierend und werfen ein Licht auf die Notwendigkeit, die Infrastruktur der Hochschulen dringend zu modernisieren. Irgendwie hat man das Gefühl, dass in einer Stadt wie Berlin, die sich als kulturelles und wissenschaftliches Zentrum versteht, mehr möglich sein sollte. Die Studierenden, die Lehrenden – sie alle warten auf eine Lösung, die nicht nur schnell, sondern auch nachhaltig ist.

Die Herausforderungen sind groß, aber vielleicht kann aus der Not eine Tugend entstehen. Innovatives Denken und kreative Lösungen könnten der Schlüssel sein, um die Berliner Hochschulen wieder auf Vordermann zu bringen. Lasst uns hoffen, dass der Sanierungsstau nicht länger ein Schatten über der akademischen Zukunft bleibt.