Heute ist der 28.05.2026 und in Tempelhof-Schöneberg gibt es Grund zur Freude! Der junge Filmemacher Joshua Kantara, aufgewachsen in den bunten Straßen Schönebergs, wurde für seine beeindruckende Leistung in der Netflix-Serie „Cassandra“ nominiert. Mit nur 24 Jahren hat er bereits einen langen Weg hinter sich, der ihn von den Schulaufführungen am Robert-Blum-Gymnasium bis hin zu einer Nominierung für den New Faces Award geführt hat. Die Verleihung des Preises findet am Donnerstagabend statt – ein Highlight für ihn, das er sich schon lange gewünscht hat.

Kantara beschreibt sich als interdisziplinären Filmemacher. Schon mit elf Jahren stand er vor und hinter der Kamera. Mit 12 Jahren begann er, seine ersten YouTube-Videos zu produzieren. Challenges und andere kreative Projekte flogen ihm nur so zu. Die Vielfalt der Medien hat ihn schon immer fasziniert. Schöneberg, sein Zuhause, sieht er als perfekten Mix aus Kreuzberg und Charlottenburg – ein Ort, an dem er aufwuchs und wo die Geister von David Bowie und Iggy Pop immer noch umherirren. „Das ist ein Teil meiner Identität“, sagt er und strahlt dabei, als würde er die Erinnerungen an seine Kindheit aufleben lassen.

Ein Weg voller Herausforderungen

Sein Werdegang war jedoch nicht immer leicht. Mit 17 Jahren wurde bei ihm eine Krebserkrankung diagnostiziert, und er verbrachte zwei Jahre im Krankenhaus. Diese Zeit war hart – aber er fand Trost und Inspiration in der Welt des Films. „Ich habe mir nur Filme über das Filmemachen angeschaut“, erzählt er. Es war eine Zeit des Kämpfens, und als er schließlich die Chemotherapie überstanden hatte, war die Freude über das Erreichte unbeschreiblich. Die Nominierung für den New Faces Award ist für ihn ein weiterer Schritt in die richtige Richtung und ein Zeichen, dass sich Ausdauer und Leidenschaft auszahlen.

Der Casting-Direktor, der ihn bei einem Musicalauftritt entdeckte, war der Wendepunkt in seiner Karriere. „Das war wie ein Traum“, sagt er mit einem Lächeln. Mit 18 Jahren hatte er seine erste Filmrolle in einem TV-Film mit Christoph Maria Herbst, doch eine Corona-Infektion verhinderte seinen Dreh. Wie viele andere stellte auch er sich der Herausforderung, kreativ und anpassungsfähig zu sein – und das hat sich ausgezahlt. In der RTL-Serie „Meme Girls“ spielte er mit, bevor die Serie „Cassandra“ 2023 herauskam.

Ein Meilenstein in der Filmindustrie

Besonders wichtig ist für Kantara, dass „Cassandra“ eine schwarze Familie in den Mittelpunkt stellt. Diese Perspektive war in Castings zuvor oft nicht gegeben, und für ihn persönlich ist es ein Meilenstein. „Es ist an der Zeit, dass wir Vielfalt auf den Bildschirmen sehen“, sagt er mit Nachdruck. Seine Nominierung für den New Faces Award ist nicht nur ein persönlicher Triumph, sondern auch ein Zeichen für die Veränderung in der Branche.

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Der Abend der Preisverleihung wird für Joshua Kantara ein emotionales Erlebnis sein. „Ich habe noch nie zuvor so eine Auszeichnung erhalten“, sagt er und in seinen Augen blitzt eine Mischung aus Aufregung und Nervosität auf. Es ist mehr als nur ein Preis für ihn – es ist eine Bestätigung seiner harten Arbeit und seines unermüdlichen Einsatzes in einer Branche, die oft unbarmherzig ist.