Wir leben in einer Zeit, in der der Wunsch nach Frieden und Stabilität stärker denn je ausgeprägt ist. Am 2. Juli 2026 findet im Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz 1, 10825 Berlin, ein bedeutender Fachtag mit dem Titel „Frieden ist machbar!“ statt. Von 09:30 bis 18:00 Uhr sind alle Interessierten eingeladen, in die Welt der zivilen Friedensarbeit einzutauchen. Schirmherr dieser Veranstaltung ist Jörn Oltmann, der Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg. Bei einem solch wichtigen Thema ist es nur natürlich, dass eine Vielzahl von Akteuren zusammenkommt, um ihr Wissen und ihre Erfahrungen auszutauschen.

Der Fachtag zielt darauf ab, Programme, Handlungsoptionen und die vielfältigen Erfahrungen der zivilen Friedensarbeit vorzustellen. Hier können Lehrkräfte, Eltern, Schulklassen und viele weitere Gruppen — von Mitarbeitenden in Bildungseinrichtungen bis hin zu Verantwortlichen aus der Politik — spannende Einblicke in innovative Konzepte und Ansätze gewinnen. Der Tag beginnt mit einem Einführungsvortrag über die Handlungsfelder zivilgesellschaftlicher Friedensarbeit, gefolgt von Infoständen verschiedener Organisationen, die sich mit Friedenshandeln auf kommunaler, Landes- und Bundesebene beschäftigen.

Vielfalt der Ansätze und Methoden

Das Angebot umfasst auch Workshops zu unterschiedlichen Konzepten und Methoden der Friedensarbeit, wo die Teilnehmenden praktische Fähigkeiten erlernen können. Ausstellungen zu Programmen und Handlungsfeldern bieten weitere Inspiration und zeigen, welche Kompetenzen für eine erfolgreiche Friedensarbeit nötig sind. Ein abschließendes Podiumsgespräch wird die Nutzung und Sichtbarkeit von Handlungsansätzen für eine Kultur des Friedens thematisieren. Veranstalter und Kooperationspartner sind namhafte Organisationen wie Steps for Peace, die Robert Bosch Stiftung, die Deutsche Stiftung Friedensforschung und viele mehr, was die Bedeutung und den Umfang dieser Veranstaltung unterstreicht.

In einer Welt, in der Konflikte häufig durch Gewalt gelöst werden, zeigt eine Studie von Chenoweth und Stephan (2011), dass friedliche soziale Bewegungen doppelt so erfolgreich sind wie gewaltsame Proteste. Ein entscheidender Erfolgsfaktor dabei ist, dass gewaltfreie Bewegungen eine kritische Masse der Gesellschaft erreichen, was zu breiterer Beteiligung führt. Historische Beispiele wie der indische Unabhängigkeitskampf oder die „People Power Revolution“ auf den Philippinen illustrieren dies eindrücklich. Gewalt führt oft nur zu neuer Gewalt — das zeigt sich in den gravierenden Langzeitfolgen von Kriegen.

Zivile Konfliktbearbeitung als Schlüssel

Die zivile Konfliktbearbeitung (ZKB) zielt darauf ab, Friedensprozesse und sozialen Wandel nachhaltig zu unterstützen. Ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit ist der Zivile Friedensdienst (ZFD), der Ende der 1990er Jahre als Antwort auf die Jugoslawien-Kriege ins Leben gerufen wurde. Seit 1999 konnten über 1.300 ZFD-Fachkräfte in mehr als 60 Ländern vermittelt werden, aktuell arbeiten rund 300 Fachkräfte in 42 Ländern. Ihr Ziel ist es, lokale Akteure in Konfliktregionen bei der Förderung von Frieden und Menschenrechten zu unterstützen — ein Ansatz, der sich bewährt hat.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Der ZFD wird größtenteils vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert, wobei die Mittel im Jahr 2018 bei 45 Millionen Euro lagen. Im Vergleich dazu beträgt der Verteidigungsetat für 2019 rund 43,2 Milliarden Euro — das ZFD-Budget ist also ein Tropfen auf den heißen Stein. Dennoch hat der Bundestag 2019 eine Erhöhung des ZFD-Budgets um 22% auf 55 Millionen Euro beschlossen, was einen positiven Schritt in die richtige Richtung darstellt.

Aktuelle Herausforderungen, wie die Situation in der Ukraine oder die Anliegen indigener Rechte in Bolivien, verdeutlichen, wie wichtig dieser zivile Ansatz ist. Der ZFD fördert den Dialog zwischen staatlichen Behörden und Bürgern und unterstützt die Aufarbeitung von Menschen- und Kriegsverbrechen. Solche Initiativen sind von entscheidender Bedeutung, um langfristigen Frieden zu sichern und eine Kultur des gewaltfreien Zusammenlebens zu fördern.

In einer Welt, die oft von Konflikten geprägt ist, bleibt der Fachtag „Frieden ist machbar!“ ein Hoffnungsträger. Es ist eine Einladung, aktiv zu werden und sich für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen. Wer sich für die Thematik interessiert oder sogar einen Beitrag leisten möchte, findet unter Fachtag Frieden | Steps for Peace weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass Frieden nicht nur ein Wunsch bleibt, sondern Realität wird.