Das Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin hat am vergangenen Samstag seine Türen geschlossen. Der Grund? Bauliche Mängel, die bei einer Begehung durch die Behörden und die Berliner Feuerwehr aufgedeckt wurden. Das hat wohl nicht nur die Verantwortlichen überrascht, sondern auch viele Studierende. Fatma Deniz, die Präsidentin der TU, hat sich dazu geäußert und erklärt, dass der Zeitplan für eine Wiedereröffnung noch unklar ist. Das klingt irgendwie besorgniserregend. Ein vollständiger Überblick über die Schäden muss erst einmal erstellt werden, bevor man mit Reparaturen und allem weiteren beginnen kann.

Bei dieser Begehung wurden massive Mängel sichtbar, die nun beseitigt werden müssen. Ein Masterplan wird in Arbeit sein, um sowohl kurzfristige als auch mittelfristige Maßnahmen zu definieren. Finanzen und Personal müssen gesichert werden, schließlich soll die Universität nicht nur bald wieder öffnen, sondern das Ganze auch nachhaltig gestalten. Im engen Austausch mit der Senatsverwaltung wird daran gearbeitet, die Situation zu klären. Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD) hat sich ebenfalls geäußert und wünscht sich, dass die TU während des Semesters wieder öffnet. Aber sie hat auch betont, dass alle Mängel gründlich behoben werden müssen, um eine erneute Schließung zu verhindern. Das Ganze ist also ein bisschen wie ein Drahtseilakt.

Lehrbetrieb unter veränderten Bedingungen

Die TU Berlin ist jedoch nicht untätig. Sie versucht, den Lehrbetrieb unter diesen veränderten Bedingungen aufrechtzuerhalten. Das ist leichter gesagt als getan, denn nicht für alle Lehrveranstaltungen können kurzfristig Ersatzräume bereitgestellt werden. Wenn du also eine größere Vorlesung hast, kann es sein, dass die teilweise online stattfinden wird – das hat seinen eigenen Charme, aber die persönliche Interaktion geht auf jeden Fall verloren.

Alternative Lösungen für Seminare und kleinere Veranstaltungen sind in der Mache. Die Studierenden werden gebeten, sich über die verschiedenen Kanäle zu informieren. Informationen zu Raumänderungen oder zur Online-Lehre werden über das System ISIS bekannt gegeben. Das heißt: Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, sollte einen Blick auf die Seite seiner Kurse werfen. Und keine Sorge, wenn du da nicht fündig wirst – das Vorlesungsverzeichnis auf dem Moses-System kann ebenfalls hilfreich sein. Wer als Abonnent des Stundenplans unterwegs ist, kann neue Räume direkt in seinen Kalender einsehen. Irgendwie muss das ja weitergehen!

Digitalisierung der Hochschulen im Fokus

Inmitten dieser Herausforderungen wird auch die Digitalisierung von Lehre und Studium zunehmend wichtig. Am 14. November 2023 hat die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) eine Entschließung zur Digitalisierung verabschiedet, die auf die großen Herausforderungen hinweist, vor denen deutsche Hochschulen stehen. Generative KI-Modelle und Cyberangriffe sind nur einige der Themen, die angepackt werden müssen. Der Koalitionsvertrag von November 2021 sieht immerhin ein Bundesprogramm „Digitale Hochschule“ vor, das innovative Lehre und digitale Infrastrukturen fördern soll.

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Dennoch gibt es noch viele Baustellen. Der Wissenschaftsrat hat empfohlen, dass der Bund übergreifende Kooperationsstrukturen fördern sollte, aber dieser Anspruch wurde bereits Ende 2022 verschoben. Die HRK benennt die Herausforderungen für die Bundes- und Landesprogramme, die dringend gelöst werden müssen. Hierbei spielt die digitale Souveränität von Studierenden und Lehrenden eine große Rolle, ebenso wie die technische Ausstattung und die digitalen Kompetenzen. Es bleibt spannend zu sehen, wie die TU und andere Hochschulen diese Herausforderungen meistern werden – die Zeit wird es zeigen.