Es ist ein dunkler Tag für die Technische Universität Berlin. Heute, am 8. Mai 2026, wird das Hauptgebäude der TU geschlossen – und zwar vollständig. Der Grund? Erhebliche bauliche Mängel, die bei einer Begehung durch die Bauaufsicht und die Feuerwehr entdeckt wurden. Nasse Wände im Keller, Probleme mit der Löschwasseranlage und an den Brandschutztüren wurden festgestellt. Eine Studentin berichtete von Wasser, das im Foyer von der Decke tropfte. Eimer standen bereit, um das Wasser aufzufangen. Man fragt sich, wie es so weit kommen konnte!
Alle Büros, Lehrveranstaltungen und Dienstleister in dem betroffenen Gebäude sind nun für unbestimmte Zeit außer Betrieb. Die Studierenden und Mitarbeitenden haben bis 22 Uhr Zeit, ihre persönlichen Gegenstände zu sichern. Das klingt nach Stress! Und während die TU unter Hochdruck an der Beseitigung der Mängel arbeitet, bleibt unklar, wann das Gebäude wieder zugänglich sein wird. Veranstaltungen müssen in andere Gebäude verlegt werden, und das nicht nur zu den gewohnten Zeiten, sondern auch in „Randzeiten“ am Morgen und Abend. Digitale Formate sind ebenfalls im Gespräch, um den Studierenden gerecht zu werden.
Sanierungsstau und bauliche Missstände
Der Sanierungsstau an der TU Berlin beläuft sich auf erschreckende 2,4 Milliarden Euro, verteilt auf etwa 100 Gebäude. Und die Situation ist nicht einzigartig. Rund 96% der 102 Gebäude der TU sind sanierungsbedürftig – nur vier Gebäude sind in einem guten Zustand. Ähnlich sieht es an der Humboldt-Universität aus, wo etwa 94% der Gebäude sanierungsbedürftig sind, und an der Freien Universität, bei der etwa zwei Drittel der Gebäude betroffen sind. So viele Mängel! Wie kann man da noch konzentriert studieren?
In einem Umfeld, das von so vielen baulichen Defiziten geprägt ist – Wasserschäden, Brandschutzmängel und mehr – wird die Lage immer kritischer. Der TU-Kanzler Lars Oeverdieck beschreibt die Situation als flächendeckend problematisch. Der gesamte Hochschulsektor in Berlin benötigt schätzungsweise 8 Milliarden Euro, um den sanierungsbedürftigen Zustand zu beseitigen. Umso wichtiger ist es, dass der Senat strukturelle Anpassungen und neue Arbeitsmodelle in Betracht zieht, um den hochschulpolitischen Herausforderungen gerecht zu werden.
Neue Wege und Lösungen
Auf der positiven Seite gibt es jedoch auch Lichtblicke! Die TU Berlin plant den Neubau eines Physikzentrums namens „CIPHOR“, das zwischen dem IMoS und dem Wirtschaftsgebäude des Zoologischen Gartens entstehen soll. Mit einer Fläche von etwa 4.500 Quadratmetern und einem Kostenrahmen von rund 93,75 Millionen Euro soll „CIPHOR“ ein zentraler Punkt im Entwicklungsgebiet an der Hertzallee werden. Der Baubeginn ist für 2028 vorgesehen. Das klingt nach frischem Wind! Vielleicht bringt dieser Neubau die Modernisierung, die so dringend benötigt wird.
Weitere Hochschulen in Berlin sind ebenfalls aktiv. Die Freie Universität Berlin plant den Bau eines neuen Büro- und Seminargebäudes auf dem Campus Dahlem, das zentrale Einrichtungen der Lehrkräftebildung und wirtschaftswissenschaftliche Institute aufnehmen soll. Und die Humboldt-Universität strebt eine umfassende Erneuerung des Philologischen Instituts an der Invalidenstraße an. Aber trotz dieser geplanten Maßnahmen bleibt der Investitionsbedarf an deutschen Hochschulen enorm – insgesamt werden 74 Milliarden Euro benötigt, um die bauliche Infrastruktur zu modernisieren.
Der Weg nach vorne
Die Herausforderungen sind gewaltig, und der Hochschulbau ist durch komplexe Abstimmungsprozesse in jedem Bundesland unterschiedlich geregelt. Es ist klar, dass eine Lösung des Sanierungsstaus nur mit Unterstützung des Bundes möglich ist. Walter Rosenthal, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, fordert daher einen Grundkonsens zwischen Bund und Ländern. Denn es geht nicht nur um die Gebäude – es geht um die Zukunft der Bildung in Deutschland!
Während wir also auf die Entwicklungen an der TU Berlin blicken, muss man sich fragen: Wird der notwendige Fortschritt kommen? Der Sanierungsbedarf ist enorm, und die Zeit drängt. Aber eines ist sicher – die Studierenden und Mitarbeitenden der TU Berlin haben einen langen Weg vor sich. Und wir alle dürfen gespannt sein, wie sich die Situation weiterentwickeln wird.