Der September 2025 war ein Monat, der für viele Berlinerinnen in Erinnerung bleiben wird – und das nicht nur wegen der noch immer warmen Tage, sondern auch aufgrund eines schockierenden Vorfalls. Unbekannte Personen setzten in Adlershof Hochspannungsleitungen in Brand, was zu massiven Stromausfällen für etwa 50.000 Haushalte und 2000 Gewerbebetriebe führte. Ein echtes Chaos, das viele mitten in ihrem Alltag traf. Die Drohung, solche Sabotageakte zu wiederholen, ist nun auf der linksextremen Plattform Indymedia aufgetaucht. Ein Plakat mit der provokanten Botschaft: „Cut the Power, so we can see the stars“ hat für Aufregung gesorgt und zugleich ein Gefühl der Unsicherheit verbreitet.

Der Staatsschutz hat bereits die Ermittlungen aufgenommen und die Polizei ist mit KRITIS-Betreibern in enger Abstimmung, um die Sicherheit stadtweit zu gewährleisten. Ein Polizeisprecher betonte, dass die Maßnahmen auf einem hohen Niveau sind. Die Verfasser des Plakats, die sich als Anarchistinnen bezeichnen und gegen Staat und Autorität kämpfen, scheinen bereit zu sein, ihre Drohungen in die Tat umzusetzen. Ein weiteres Datum, das auf dem Plakat angedeutet wird – der 9. September 2025 – könnte auf einen weiteren Anschlag hindeuten. Hier wird klar, dass die Situation ernst genommen werden muss.

Ein Blick in die Vergangenheit

Die Vorschläge zur Sabotage erinnern an die turbulente Geschichte des Anarchismus in Deutschland. Bereits im 19. Jahrhundert fanden sich Denker wie Ludwig Börne, der für eine Anarchie in der Gesellschaft plädierte. Er war der Meinung, dass die Macht unabhängig von ihrer Quelle reduziert werden muss. Solche Gedanken prägten auch die ersten anarchistischen Bewegungen in Deutschland, die im Vormärz aufkamen und von Philosophen wie Pierre-Joseph Proudhon und Georg Wilhelm Friedrich Hegel beeinflusst wurden. Eine interessante Entwicklung, die zeigt, dass die Ideen des Anarchismus immer wieder in verschiedenen Epochen aufblühten.

Die Anarchistinnen, die heute in Berlin aktiv sind, stehen in einer langen Tradition. Von Moses Hess, der 1843 freiheitlich-sozialistische Ideen propagierte, bis hin zu Johann Most, der ab 1879 die Zeitschrift „Freiheit“ herausgab – die Ideale scheinen sich durch die Jahrhunderte zu ziehen. Trotz der schweren Repressionen, die die Bewegung im Laufe der Zeit erlebte, gab es immer wieder Aufbrüche und Neugründungen, die die anarchistischen Gedanken lebendig hielten.

Aktuelle Entwicklungen und ihre Hintergründe

Das jüngste Plakat und die damit verbundenen Drohungen könnten Teil einer größeren Strategie von Gruppen sein, die sich der Anarchie verschrieben haben. So gab es am 24. März 2026 Durchsuchungen an 17 Orten in Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Kyritz – ein klarer Hinweis, dass die Behörden die Situation ernst nehmen. Die Durchsuchungen betrafen nicht nur private Wohnungen, sondern auch Orte wie die anarchistische Bibliothek Kalabalik und den Infoladen Scherer8. Das alles geschah im Zusammenhang mit dem Anschlag auf die Hochspannungsleitungen in Adlershof.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Frage, ob die vermeintlichen Vulkangruppen, die sich zu den Anschlägen bekannten, mit den aktuellen Drohungen in Verbindung stehen, bleibt ungeklärt. Die Unsicherheit schwingt in der Luft, und die Berlinerinnen müssen sich auf unruhige Zeiten einstellen. Wie die Geschichte des Anarchismus in Deutschland zeigt, ist der Kampf gegen die Autorität und das Streben nach einer herrschaftsfreien Gesellschaft ein Thema, das auch heute noch Relevanz hat.

Heute ist der 9.05.2026 und es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird. Die Berliner*innen sind gefordert, wachsam zu sein und sich mit den Herausforderungen auseinanderzusetzen, die diese turbulente Zeit mit sich bringt. Ein Blick in die Geschichte könnte helfen, um zu verstehen, dass die Kämpfe von damals auch die von heute beeinflussen – und wir alle Teil dieser Erzählung sind.