Es ist ein düsterer Tag für die Technische Universität Berlin. Seit Samstag bleibt das Hauptgebäude geschlossen – und das aus gutem Grund. Bei einer Begehung durch die Berliner Feuerwehr und die Bauaufsicht wurden „bauliche Auffälligkeiten“ entdeckt, die einfach nicht ignoriert werden können. Und, ganz ehrlich, die Liste der Mängel ist erschreckend lang. Vor allem der Brandschutz scheint ein großes Problem zu sein. Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra hat öffentlich erklärt, dass die Instandhaltung der Bestandsgebäude sträflich vernachlässigt wurde. Das klingt nach einem eklatanten Missmanagement, nicht wahr?
Die TU hat einen Sanierungsstau von satten 2,4 Milliarden Euro, verteilt auf rund 100 Gebäude. Nasse Wände, Wasserschäden – das ist kein schöner Anblick. Und das kann fatale Folgen haben: Die Stromversorgung könnte beeinträchtigt werden, was in einem Bildungsinstitut nicht wirklich einladend ist. Besonders krass ist, dass die Instandhaltungsfinanzierung der Hochschulen im Hochschulvertrag geregelt ist, in den letzten Jahren jedoch nicht ausreichend genutzt wurde. Da fragt man sich doch, wo das Geld geblieben ist.
Die unmittelbaren Auswirkungen
Die Schließung betrifft alle Büros, Lehrveranstaltungen und Dienstleister im Gebäude. Eine Studentin hat berichtet, dass das Wasser im Foyer wie ein kleiner Wasserfall von der Decke tropfte – kein schöner Anblick, wenn man an die wichtige Lernatmosphäre denkt. Eimer mussten her, um die Tropfen aufzufangen. Wer jetzt denkt, dass das nur ein kleiner Schönheitsfehler ist, der irrt. Bis zu 350 Veranstaltungen pro Woche fanden normalerweise im Hauptgebäude statt. Es ist also nicht nur ein vorübergehender Schreck, sondern eine massive Störung des Hochschulbetriebs.
Die Beschäftigten und Studierenden hatten bis 22 Uhr Zeit, ihre persönlichen Gegenstände zu sichern. Am Montag wird es nur sehr eingeschränkten Zutritt geben – und das nur nach Terminbuchung. Das klingt nach einem echten Chaos! Die TU arbeitet zwar unter Hochdruck an der Beseitigung der Mängel, aber wann das Gebäude wieder zugänglich sein wird, bleibt unklar.
Der Sanierungsstau und seine Ursachen
Man könnte fast das Gefühl bekommen, die TU Berlin steht mit ihrem Sanierungsbedarf nicht alleine da. Auch an anderen Hochschulen wie der Humboldt-Universität und der Freien Universität sieht es nicht besser aus. Viele Gebäude sind überholt und brauchen dringend eine Auffrischung. Das Thema Sanierungsstau schwirrt in der Berliner Hochschulwelt schon seit Jahren durch die Luft. Im April 2026 wurde ein Gesetzentwurf zur Gründung einer Berliner Hochschulbaugesellschaft vorgestellt, der noch die Zustimmung des Abgeordnetenhauses benötigt. Vielleicht könnte das ein Lichtblick sein? Die Idee, Bau-, Sanierungs- und Finanzierungsprozesse zu zentralisieren, klingt ja nicht schlecht. Immerhin sollen so die Verantwortlichkeiten gebündelt werden.
Die neue Struktur könnte helfen, die marode Infrastruktur der Berliner Hochschulen zu modernisieren. Rund 450 landeseigene Gebäude mit einer Fläche von etwa 1,2 Millionen Quadratmetern sind betroffen. Und auch wenn das alles nach einem großen Schritt klingt, bleibt die Frage, wie schnell diese Veränderungen tatsächlich Wirkung zeigen werden. Der Sanierungsbedarf aller Berliner Hochschulen wird mittlerweile auf etwa acht Milliarden Euro geschätzt. Das ist eine Hausnummer!
Währenddessen bleibt die TU Berlin in der Warteschleife – und die Studierenden sowie das Lehrpersonal müssen sich irgendwie durch diese ungewisse Zeit navigieren. Die Schließung des Hauptgebäudes ist nicht nur ein weiterer Punkt auf der langen Liste der Probleme, sondern ein Weckruf für alle Beteiligten, die an der Bildung unserer Zukunft arbeiten. Aber wie lange wird dieser Weckruf noch ignoriert?