Michel Aebischer: Der ruhige Ausgleicher bringt frischen Wind zu Union Berlin
Heute ist der 23.10.2026 und wir werfen einen Blick auf einen neuen, spannenden Zuwachs beim 1. FC Union Berlin. Michel Aebischer, der 29-jährige Schweizer Nationalspieler, hat sich in Köpenick niedergelassen und spricht in einem exklusiven Interview mit der Berliner Morgenpost über seine Eingewöhnung in der Bundesliga. Aebischer, der zuvor beim Pisa SC spielte, hat sich nun auch auf dem deutschen Rasen einen Namen gemacht.
Sein Weg war alles andere als geradlinig. Angefangen hat der talentierte Mittelfeldspieler beim FC Heitenried, gefolgt von Stationen beim FC Fribourg und den BSC Young Boys. Hier feierte er 2016 sein Debüt in der Schweizer Super League. Von 2018 bis 2021 war er Teil einer erfolgreichen Ära bei den Young Boys, wo er vier Meistertitel und einen Cup-Sieg erringen konnte. Seine Erfahrung in der UEFA Champions League und der UEFA Europa League spricht für sich – Aebischer weiß, wie man auf großen Bühnen besteht.
Ein ruhiger Kopf im Sturm der Ereignisse
In dem Interview spricht Aebischer auch über seine ruhige Art. Man könnte meinen, in der hektischen Welt des Fußballs wäre das ein Nachteil, doch der Schweizer sieht das anders. „Es gibt Momente, in denen meine Ruhe endet“, sagt er. Da fragt man sich, was ihn wohl zum Explodieren bringt. Vielleicht die Niederlage in München? Die Wende nach diesem Spiel war für ihn entscheidend. Aebischer weiß, dass man in solchen Situationen die Nerven bewahren muss, um seine Mannschaft zu führen.
Seine Zeit in der italienischen Serie A, besonders bei Bologna, hat ihn geprägt. Dort erhielt er den Spitznamen „L’Equilibratore“ – der Ausgleicher. Diese Rolle hat er nun auch bei Union Berlin übernommen, wo er auf und neben dem Platz Verantwortung übernehmen möchte. Geschäftsführer Horst Heldt sieht in ihm einen vielseitigen Mittelfeldspieler mit internationaler Erfahrung und einem feinen Gespür für das Spiel. „Stabilität geben und Torchancen vorbereiten“ – das sind die Hauptziele von Aebischer in der kommenden Saison.
Ein Schweizer in Berlin
Wie fühlt man sich als Schweizer in Berlin? Aebischer selbst hat sich schnell in der Hauptstadt eingelebt. Die Stadt ist lebendig, voller Möglichkeiten und mit einer ganz eigenen fußballerischen Kultur. Seine Zeit in der Schweizer Nationalmannschaft, die ihn unter anderem zur Weltmeisterschaft 2022 in Katar und zur Europameisterschaft 2024 geführt hat, hat ihm sicher einen großen Erfahrungshorizont gegeben. Im EM-Auftaktspiel gegen Ungarn erzielte er ein Tor und bereitete einen weiteren Treffer vor – das spricht für seinen Einfluss auf dem Platz.
Was die Fans von Union Berlin von Aebischer erwarten können, ist klar: Er bringt nicht nur Erfahrung mit, sondern auch eine unerschütterliche Ruhe, die in hektischen Spielsituationen Gold wert sein kann. Ob er die Stabilität und den Ausgleich in das Team bringen kann, wird sich zeigen. Eines ist sicher: Die Erwartungen sind hoch, und Michel Aebischer hat die Bühne, um sie zu erfüllen.
