Heute ist der 15.06.2026 und in Steglitz-Zehlendorf dreht sich alles um ein Thema, das uns alle betrifft: nachhaltige Mobilität. Ulrike Freitag, Direktorin am Leibniz-Zentrum Moderner Orient, hat sich in ihrer Kolumne „Vom Campus“ mit der Frage beschäftigt, wie Hochschulen und Forschungsinstitute ihren Teil zur Erreichung der Klimaziele beitragen können. Das klingt erst einmal nach einem trockenen Thema, aber es ist alles andere als das! Denn Nachhaltigkeit beginnt bereits bei der Anfahrt zum Studium oder zur Arbeit.

Ein bisschen nachdenklich macht dabei die Kritik an der Verkehrsverwaltung. Der Rückbau der Radspur auf der Straße Unter den Eichen sorgt für Aufregung. Radfahrer und Fußgänger müssen sich nun einen Gehweg teilen – und das macht den Alltag auf zwei Rädern alles andere als einfach. Alte Radwege sind oft schmal, und man findet sich schnell in einem Slalom zwischen Baumwurzeln und Fußgängern wieder. Das ist nicht nur nervig, sondern auch gefährlich! Es ist erfreulich, dass die Freie Universität sich für einen neuen Radweg auf der Thielallee starkgemacht hat, um sichere Mobilität zu fördern. Schließlich nutzen Studierende, Mitarbeitende und Eltern das Rad als Fortbewegungsmittel, und das nicht ohne Grund.

Der Umstieg aufs Rad – eine klimaschonende Entscheidung

Radfahren hat viele Vorteile. Es verursacht keine schädlichen Klimagase, spart Platz und ist zudem geräuscharm. Das ist besonders in einer Stadt wie Berlin wichtig, wo der Verkehr im Jahr 2023 für über 22 % der bundesweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich war. Ein Umdenken ist gefragt! Deutschland hat sich im Klimaschutzgesetz verpflichtet, die Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um 65 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Die Verlagerung des Pkw-Verkehrs auf umweltfreundliche Alternativen wie Rad- und Fußverkehr ist nicht nur sinnvoll, sondern notwendig.

Wusstet ihr, dass eine Person, die 5 km mit dem Rad zur Arbeit pendelt, jährlich etwa 365 kg CO2-Emissionen einsparen kann? Das ist eine Menge! Über 40 % der Autofahrten in Deutschland sind kürzer als 5 km – das sind Strecken, die sich perfekt mit dem Rad bewältigen lassen. Zudem sparen Rad- und Fußverkehr rund 166 g Treibhausgase pro Personenkilometer im Vergleich zum Pkw. Das sind Zahlen, die zum Nachdenken anregen!

Die Herausforderung der urbanen Mobilität

Natürlich sind nicht nur die Emissionen ein Thema, sondern auch die Verkehrsinfrastruktur. Der Straßenverkehr ist einer der Hauptverursacher von Luftschadstoffen wie Feinstaub und Stickoxiden. Viele Menschen in Ballungsräumen sind von Lärmpegeln über 55 dB(A) betroffen – nicht gerade einladend, um draußen unterwegs zu sein. Da ist es umso wichtiger, dass die Kommunen Lärmaktionspläne entwickeln, die die Förderung des Radverkehrs berücksichtigen. Denn weniger Verkehrslärm bedeutet mehr Lebensqualität.

Ein weiteres großes Problem ist die Bodenversiegelung. Wachsende Verkehrsflächen führen dazu, dass natürliche Funktionen verloren gehen. Im Vergleich zu motorisierten Fahrzeugen hat das Rad einen deutlich geringeren Flächenverbrauch. Auf einem Autoparkplatz können etwa acht Fahrräder abgestellt werden. Das ist nicht nur effizient, sondern auch ein Schritt in die richtige Richtung für unsere Städte.

Die Diskussion um nachhaltige Mobilität ist in vollem Gange, und es bleibt zu hoffen, dass der Zickzack-Kurs der Politik bald der Vergangenheit angehört. Vielleicht wird der Radverkehr bald das Rückgrat einer umweltfreundlicheren urbanen Mobilität in Berlin? Die Zeichen stehen zumindest gut, wenn man die aktuellen Bestrebungen betrachtet. Es bleibt spannend!

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