Hoffest im Roten Rathaus: Gemeinsam gegen den Regen und für die Zukunft Berlins
Rund 4.000 Gäste aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft strömten trotz des miesen Wetters zum traditionellen Hoffest im Roten Rathaus. Der regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte eingeladen, und das nicht ohne Grund: Das Fest fand nur zweieinhalb Monate vor den Wahlen in Berlin statt. Unter dem Motto „Zukunft erleben“ wurde der Rathaushof zur Bühne für eine gelungene Zusammenkunft, die sich, ganz nach Berliner Art, auch von einem wenig einladenden Himmel nicht die Stimmung verderben ließ.
Mit einem herzlichen Willkommen eröffnete Wegner das Hoffest und stimmte die Gäste auf einen Abend voller Möglichkeiten ein. Der Regen, der anfangs unbarmherzig niederprasselte, hielt die Menschen nicht davon ab, sich versammelt zu zeigen. Im überdachten Innenhof suchten sie Schutz und bewiesen, dass Zusammenhalt in schwierigen Zeiten mehr zählt als ein paar Tropfen Wasser. „Das ist Berlin!“ könnte man fast hören, wenn man das Lachen und die Gespräche beobachtete, die trotz der Witterung nicht abreißen wollten.
Prominente Gäste und ein vielfältiges Programm
Unter den geladenen Gästen fanden sich einige bekannte Gesichter: Schauspielerin Jasmin Tabatabai, Musiker Andrej Hermlin und der beliebte Koch Tim Mälzer waren nur einige der Prominenten, die dem Anlass die nötige Würze verliehen. Wegner dankte in seiner Eröffnungsrede nicht nur den Anwesenden, sondern auch den vielen Ehrenamtlichen, die sich unermüdlich für die Stadt einsetzen. „Berlin ist die schönste Stadt der Welt“, schwärmte er und brachte damit die Herzen der Gäste zum Schmelzen.
Das Hoffest ist mittlerweile eine feste Größe im Gesellschaftsleben Berlins und wird sogar als gesellschaftlicher Höhepunkt angesehen. Ein sorgfältig zusammengestelltes Kulturprogramm sorgte dafür, dass für jeden Geschmack etwas dabei war. Die kulinarischen Genüsse, zubereitet von Preisträgern der Berliner Meisterköche, trugen zur guten Stimmung bei. Von herzhaften Speisen bis hin zu süßen Leckereien war alles vertreten. Das Fest, das in diesem Jahr bereits in die 21. Runde ging, zieht nicht nur Menschen aus der Politik an, sondern auch Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur.
Kritik an der Finanzierung
Ein kleiner Wermutstropfen blieb dennoch nicht aus. Der Bund der Steuerzahler Berlin äußerte Kritik an der Finanzierung des Hoffestes durch landeseigene Unternehmen. Alexander Kraus, der Vorsitzende des Steuerzahlerbundes, warf dem Senat vor, Druck auf die Geschäftsführungen dieser Unternehmen auszuüben. Eine Sprecherin des Senats wies jedoch zurück, dass es hier zu unzulässigem Druck komme. Sie erklärte, dass der Anteil der landeseigenen Unternehmen an den Gesamteinnahmen seit sieben Jahren nur um etwa zehn Prozent gestiegen sei.
Die Organisation des Festes obliegt der landeseigenen Marketinggesellschaft Berlin-Partner und der Senatskanzlei, und es bleibt abzuwarten, wie die zukünftigen Hoffeste gestaltet werden. Fest steht, dass sie für viele Berlins Bürger und Bürgerinnen ein Highlight im Kalender sind, das nicht nur politische, sondern auch kulturelle und soziale Dimensionen umfasst.
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