Füchse Berlin scheitern an Veszprém HC und verpassen Gruppensieg in der Champions League
Ein spannendes, aber leider auch schmerzhaftes Kapitel für die Füchse Berlin in der Champions League. Am 5. Spieltag mussten sie sich mit 35:39 (13:20) beim ungarischen Spitzenteam, Veszprém HC, geschlagen geben. Diese Niederlage war nicht nur der Verlust eines Spiels, sondern auch das Verpassen des Gruppensiegs. Die Füchse haben nun vier Minuspunkte auf dem Konto, die sie mit in die Hauptrunde nehmen müssen. Bitter, denn sie waren bereits vor der Partie für die nächste Runde qualifiziert.
Die Berliner starteten alles andere als optimal. Nach viereinhalb Minuten fiel der erste Treffer – ein verwandelter Siebenmeter von Tim Freihöfer, der von Mathias Gidsel herausgeholt wurde. Doch die Füchse lagen schnell mit 0:3 hinten, und es dauerte bis zur siebten Minute, bis das erste Tor aus dem Spiel heraus fiel. Nach elf Minuten stand es bereits 2:6. Torhüter Andreas Palicka hielt die Füchse mit einigen Paraden zunächst im Spiel, doch als er nachließ, setzte sich Veszprém weiter ab. Besonders bitter war die Rote Karte für Matthes Langhoff in der 15. Minute, die die Situation für Trainer Nicolej Krickau noch komplizierter machte. Mit nur drei Rückraumspielern war das Aufgebot stark dezimiert.
Ein Auf und Ab im Spielverlauf
Veszprém, der amtierende Klub-Weltmeister, spielte von Beginn an aggressiv und baute die Führung zwischenzeitlich auf neun Tore (18:9) aus. Die Füchse schafften es zwar, bis zur Halbzeit auf 13:20 zu verkürzen, doch die Aufholjagd war noch lange nicht in Sicht. Nach der Pause zeigten die Berliner jedoch ein anderes Gesicht. Der Ball lief besser durch die Reihen, und die Abschlüsse wurden effizienter. Lasse Ludwig, der Torhüter, parierte mehrere Würfe der Ungarn und half, den Rückstand auf drei Tore (27:30) zu verkürzen. Es keimte Hoffnung auf, aber die Füchse verpassten es, den Abstand auf zwei Tore zu verringern.
Im Endspurt reagierte Veszprém mit einer erneuten Offensive. Ein entscheidender Ballverlust der Füchse führte zu einem schnellen Konter und einem Tor von Nedim Remili, das den Abstand wieder auf fünf Tore erhöhte. Veszprém stabilisierte sich und brachte den Sieg über die Zeit. Am Ende war es Mathias Gidsel, der mit seinen neun Toren zum besten Werfer der Partie avancierte. Tim Freihöfer und Mijajlo Marsenic steuerten jeweils fünf Tore bei, während die Abwehr und die Torhüterleistungen der Füchse unter dem Druck der ungarischen Offensive litten.
Personelle Probleme und Ausblick
Die Personalprobleme der Füchse sind nicht zu übersehen. Nils Lichtlein fiel erneut aus, und Fabian Wiede wird erst in den kommenden Wochen zurückkehren. Diese Verletzungen drücken auf die Leistungsfähigkeit des Teams. Der Kampf um die K.-o.-Runde in der Hauptrunde wird eine echte Herausforderung. Die Füchse müssen die verlorenen Punkte aufholen, während Veszprém, ungeschlagen in dieser Saison, mit breiter Brust auftritt.
Die Zuschauer im Stadion erlebten ein packendes, aber auch frustrierendes Spiel, das mit 5.090 Fans gut besucht war. Die Füchse müssen jetzt die Köpfe hochhalten und aus dieser Erfahrung lernen. Jetzt heißt es: Ärmel hochkrempeln und weiterkämpfen! Die nächste Herausforderung wartet schon. Ob sie die Wende schaffen können? Die Zeit wird es zeigen.
