Am 3. Januar 2026 kam es in Berlin zu einem folgenschweren Vorfall, der die Stadt in eine unerwartete Dunkelheit stürzte. Ein Stromausfall, der sich über fünf Tage erstreckte, stellte den längsten dieser Art in der Nachkriegsgeschichte dar. Über 100.000 Menschen litten bei Eiseskälte unter dem Verlust von Wärme und Energie, während die Stadt in einem Chaos aus geschlossenen Schulen, Ausfällen der Straßenbeleuchtung und nicht funktionierenden Heizungen versank. Kranke und pflegebedürftige Menschen wurden in Turnhallen untergebracht, da die Auswirkungen des Ausfalls weitreichend waren.
Die Ursache des Stromausfalls wurde schnell als Sabotage an einer Kabelbrücke am Teltowkanal identifiziert. Brandanschläge auf diese kritische Infrastruktur wurden der linksextremen „Vulkangruppe“ zugeschrieben, die seit 2011 für ähnliche Taten bekannt ist. Die Berliner Innenverwaltung hat ein Bekennerschreiben der Gruppe als authentisch eingestuft, während die Ermittlungen des Bundesamts für Verfassungsschutz andauern, um die Verantwortlichkeit weiter zu klären.
Die Vulkangruppe und ihre Motive
Die „Vulkangruppe“ hat ihre Aktivitäten in den letzten Jahren intensiviert, mit mehreren dokumentierten Anschlägen auf öffentliche Infrastruktur in Berlin und Brandenburg. Diese Gruppe wird als gewaltorientiert und anarchistisch eingestuft und hat sich in der Vergangenheit zu verschiedenen Sabotageakten bekannt. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), bezeichnete die Taten als Terrorismus und die linksextremistische Motivation als „naheliegend“.
Die Schäden durch diese Anschläge sind erheblich. Neben den offensichtlichen Ausfällen von Strom und Telekommunikation mussten auch Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr hingenommen werden. Ein Beispiel für die Brutalität dieser Taktiken ist der Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am Bahnhof Ostkreuz im Jahr 2011, der massive Störungen im Bahnverkehr verursachte. Auch die Tesla-Baustelle blieb nicht verschont, als ein Brandanschlag im Jahr 2021 Verdacht auf Sabotage aufkommen ließ.
Reaktionen und Sicherheitslage
Die Sicherheitsbehörden sind alarmiert. In Nordrhein-Westfalen wurden im Zeitraum von 2024 bis 2025 insgesamt 375 politisch motivierte Straftaten auf das Strom- und Energienetz verzeichnet, wobei 359 dieser Taten dem linken Spektrum zugeordnet wurden. Während einige Bundesländer, wie Hessen, Thüringen und Sachsen, keine bekannten Taten berichteten, klassifizierten Bayern und Schleswig-Holstein Informationen als „Verschlusssache“ aus Sicherheitsgründen. In Brandenburg wurde 2024 ein Anschlag auf die Energie-Infrastruktur des Autobauers Tesla registriert, das Verfahren wird vom Bundeskriminalamt geführt.
Die Ermittlungen zeigen, dass die Täter möglicherweise professionell vorgegangen sind. Am Tatort wurden keine Spuren gefunden, was auf eine gewisse Planung und Systematik hindeutet. Der Generalbundesanwalt beobachtet die Lage, hat jedoch die Ermittlungen nicht übernommen. In mehreren Bundesländern wurden unterschiedliche Antworten auf Anfragen zu Sabotageakten auf Stromnetze gegeben, was die Unsicherheit über die tatsächliche Bedrohungslage verstärkt.
Insgesamt ist die Situation im Hinblick auf die Sicherheit der Energieversorgung in Deutschland angespannt. Die jüngsten Ereignisse erfordern nicht nur eine sorgfältige Beobachtung durch die Sicherheitsbehörden, sondern auch eine umfassende Diskussion über die Ursachen und möglichen Lösungen für diese Form von politisch motivierter Gewalt. Die Vulkangruppe und ähnliche Organisationen scheinen eine ernsthafte Bedrohung für die Stabilität der öffentlichen Infrastruktur darzustellen, was die dringende Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen unterstreicht.