Gestern und heute wird Berlin zum Schauplatz intensiver Sicherheitsmaßnahmen, während der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Stadt besucht und gleichzeitig die Berlin Security Conference stattfindet. In dieser Zeit sind die Straßen der Hauptstadt nicht gerade ein Ort der Ruhe – ganz im Gegenteil! In vielen Teilen der Stadt müssen Autofahrer und Fahrgäste mit erheblichen Verkehrseinschränkungen rechnen. Das macht die Reise durch Berlin zu einem echten Abenteuer.

Am Dienstagmorgen gab Bundeskanzler Friedrich Merz die Ankunft von Selenskyj bekannt. Auf dem Weg ins Bundeskanzleramt sorgte die Polizei für eine strenge Absicherung. Rund 3.400 Polizisten aus fast dem gesamten Bundesgebiet sind im Einsatz – das ist mehr als manch eine Fußballmeisterschaft an Sicherheit bietet! Die Sicherheitsvorkehrungen sind enorm: Bereiche im Regierungsviertel wurden abgeriegelt, und bewaffnete Polizeikräfte, SEK-Einheiten und Scharfschützen patrouillieren. Das Hotel Waldorf Astoria, in dem Selenskyj untergebracht ist, wird ebenfalls umfassend gesichert. Vor dem Eingang sorgt ein Räumpanzer mit aufmontiertem Maschinengewehr für zusätzliche Sicherheit.

Verkehrseinschränkungen und Sperrungen

Wie sich das konkret auswirkt? Die BVG hat alle Buslinien vom Hardenbergplatz verlegt, und an wichtigen Knotenpunkten wie dem Bahnhof Zoologischer Garten halten die Buslinien 100, 200, 204, 249 und M46 nicht. Wer mit der U-Bahn unterwegs ist, muss damit rechnen, dass die U5 zeitweise nicht am Bahnhof Bundestag hält. Auch die S-Bahnlinien S41, S42, S8 und S85 sind von Einschränkungen betroffen. Besonders spannend wird es ab 15 Uhr, wenn die Verbindungen zwischen Frankfurter Allee und Greifswalder Straße unterbrochen werden und die Ringbahn nur im Zehn-Minuten-Takt fährt!

Die Verkehrseinschränkungen erstrecken sich über Lichtenberg, die City West und das Regierungsviertel – das sind wahrlich große Flächen. Und als ob das nicht genug wäre, wurde der Berliner Luftraum während Selenskyjs Auftritt bei der Konferenz zeitweise gesperrt. Auf der Spree patrouillieren zudem Streifenboote der Wasserschutzpolizei. Irgendwie fühlt sich das an wie in einem Actionfilm – nur dass wir hier in Berlin sind und nicht in Hollywood.

Berlin Security Conference

Die Berlin Security Conference im Hotel Vienna House by Wyndham Andel’s Berlin an der Landsberger Allee bringt mehr als 140 Redner zusammen, darunter Politiker, Militärfachleute und Vertreter der Rüstungsindustrie. Themen wie militärische Bedrohungen und die sicherheitspolitische Lage stehen auf der Agenda. Der litauische Präsident Gitanas Nausėda eröffnet die Konferenz, und am Mittwoch wird Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius den zweiten Tag einleiten. Der Austausch wird sicher spannend, besonders wenn man bedenkt, dass auch Vertreter aus Taiwan, Japan und Australien über die Zusammenarbeit im Indo-Pazifik sprechen werden.

Die Sicherheitsmaßnahmen rund um die Konferenz sind vergleichbar mit denen, die bei Besuchen besonders gefährdeter Staatsgäste wie Benjamin Netanjahu oder Emmanuel Macron zum Einsatz kommen. Und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat bereits auf die Belastung hingewiesen, die solche Großlagen für die Berliner Polizei mit sich bringen. Ein wenig mehr finanzielle Unterstützung vom Bund wäre da sicher nicht verkehrt!

Insgesamt merkt man, dass Berlin in diesen Tagen alles andere als ein ruhiger Ort ist. Die Menschen, die sich durch die Stadt bewegen, müssen sich an die ungewöhnlichen Umstände anpassen. Die Stadt pulsiert, auch wenn es manchmal etwas langsamer vorangeht. Ein faszinierender, wenn auch chaotischer Anblick, der zeigt, wie schnell sich das Stadtbild ändern kann, wenn wichtige Gäste zu Besuch sind.