Berlin als kulinarisches Paradies: Von britisch-italienischem Flair bis zur Teeplantage in Zossen
Die kulinarische Landschaft in Berlin blüht auf wie nie zuvor. Inmitten der aufregenden Gastronomie-Szene findet das „Morgenpost-Menü“ im Schlosshotel Berlin statt. Hier trifft britisch-schottisches Flair auf italienische Kochkunst – ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Küchenchef Davide Florio verwöhnt die Gäste mit einem exquisiten Menü, das mit einer Fenchelcremesuppe beginnt und sich über Kürbis-Gorgonzola-Törtchen und Safranrisotto mit Salsiccia bis hin zu einem köstlichen Wolfsbarsch erstreckt. Den krönenden Abschluss bilden Walnusstörtchen mit Caramelia-Parfait, Hagebutte und Ahornsirup. Und das Beste daran? Resident Managerin Olivia Wolf reserviert pro Abend 30 Plätze exklusiv für die Leserinnen und Leser der Morgenpost. Leider musste der Autor aufgrund einer Walnussallergie beim Dessert kürzer treten, aber das wird einem bei solch einem Festmahl schnell verziehen!
Wer jetzt Hunger auf mehr bekommt, der kann sich freuen: Reservierungen sind ab Montag ausschließlich telefonisch möglich. Und das ist noch nicht alles! Am 4. November wird die Top-50-Liste der „The World’s 50 Best Restaurants“ in Lima, Peru, veröffentlicht. Berlin ist hier stark vertreten mit drei Restaurants: „Nobelhart & Schmutzig“ auf Platz 76, „Coda“ von René Frank auf Platz 82 und „Tim Raue“ auf Platz 85. Diese drei Lokale sind die einzigen Vertreter aus dem deutschsprachigen Raum und zeigen einmal mehr, dass die Hauptstadt ein echtes Gourmet-Paradies ist.
Sherry und Hotelbars – Die nächsten Highlights
Die „Sherry Week“ steht ebenfalls vor der Tür, vom 2. bis 8. November, und in Berlin wird vom 5. bis 7. November im Rahmen von „Sherry at the Market“ in der Markthalle Neun gefeiert. Hier lockt der Stand von „Big Stuff Smoked BBQ“ mit speziellen Cocktails und köstlichen Sherry-Kalbsrippchen – ein wahres Highlight für Feinschmecker! Und als ob das nicht genug wäre, findet am 7. November die „Lange Nacht der Hotelbars“ statt. Neun Berliner Hotels, darunter das Hilton Berlin und das Hotel Palace, öffnen ihre Pforten und bieten Live-DJs sowie speziell kreierte Drinks an. Ein Shuttle-Service sorgt dafür, dass man bequem zwischen den Bars hin und her pendeln kann.
Es ist kaum zu glauben, aber währenddessen geht es in Schünow bei Zossen ebenfalls spannend zu. Antje Kühnle träumt von der größten Teeplantage Deutschlands und hat bereits 250.000 Pflanzen angelegt. Ihre Leidenschaft für Tee begann mit einem Besuch in Portugal, als sie sich entschloss, selbst in die Teewelt einzutauchen. In der Gemeinde wurde anfangs aufgrund ihrer Plantagen von Cannabis spekuliert – aber Kühnle hat ganz andere Pläne!
Ein Vergleich der Aromen
Tee und Wein – eine Aromawelt für sich. Der feine Darjeeling Second Flush, der kräftige Assam oder der elegante Ceylon-Tee? Und dann ist da noch Gyokuro, ein japanischer Grüntee, der im Schatten wächst und besonders chlorophyllreich ist. Man könnte stundenlang schwärmen! Dabei gilt es, auch die Ernährung nicht aus dem Auge zu verlieren. Der Autor hat für sich entschieden, tierische Fette weitgehend zu meiden und pflanzliche auf etwa zehn Prozent zu begrenzen. In der Küche wird selbst gewolftes Fleisch für Bolognese und Königsberger Klopse verwendet. Kalbfleisch mit ausreichendem Fettanteil ist rar, da die meisten Verbraucher mageres Fleisch vorziehen. Dabei ist es das Fett, das beim Braten das Fleisch saftig hält und den Geschmack verstärkt.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist die sogenannte „Fressformel“: eine Kombination aus etwa 50 Prozent Kohlenhydraten und 35 Prozent Fett. Diese Mischung soll das Belohnungszentrum anregen und das Sättigungsgefühl verringern – ein cleverer Trick, den man oft bei Chips findet. Auf der anderen Seite wird darauf hingewiesen, dass Fett und Zucker bei übermäßigem Konsum gesundheitliche Probleme verursachen können. Lukas Grossmann behandelt dieses Thema in seinem Buch „Fett schmeckt“ und beleuchtet die verschiedenen Arten von Fetten und deren Einsatz in der Küche. Für Menschen mit überwiegend sitzender Tätigkeit sind Nüsse und Saaten als gesunde Alternativen besonders geeignet.
Berliner Vielfalt und Michelin-Sterne
Berlin als Deutschlands Gourmet-Hauptstadt – das ist kein Zufall. Im Jahr 2026 wird es 25 Michelin-Sterne in 19 Restaurants geben. Unter den Ausgezeichneten finden sich das Drei-Sterne-Restaurant Rutz sowie die Zwei-Sterne-Lokale Coda, Facil, Horváth und Tim Raue. Besonders erwähnenswert ist, dass die Stadt über 225 vegetarische Restaurants verfügt, davon 114 vegane. Dieses große Angebot zeigt, wie vielfältig die kulinarische Szene hier ist.
Das gastronomische Angebot wird für viele Berlin-Reisende zu einem der Hauptgründe, die Stadt zu besuchen. Ob beim Street Food Thursday in der Markthalle Neun, beim Bite Club im Sommer oder beim Berliner Food Week im Oktober – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Neue Konzepte wie Kochu Karu, das koreanische und spanische Techniken vereint, oder Amigo Cohen mit mexikanisch-israelischen Aromen zeigen, dass Berlin auch in Zukunft ein Hotspot für kulinarische Innovationen bleibt.
So bleibt die Hauptstadt nicht nur ein Ort für Sightseeing, sondern auch ein wahres Paradies für Gourmets und Feinschmecker. Man kann sich nur wünschen, dass diese aufregende Reise durch die Aromen und Geschmäcker nie endet.
