Siemensstadt Square: Ein neuer Puls für Spandau und die Rückkehr der Siemensbahn
In Spandau tut sich was! Ein neues Stadtviertel namens Siemensstadt Square entsteht, und mit ihm die Aussicht auf etwa 3750 neue Wohnungen, ein Innovationscampus und sogar eine Schule. Am Montag wurde das Richtfest für dieses spannende Projekt gefeiert. Aber das ist nicht alles: Die wiederbelebte Siemensbahn rückt näher, und der Baubeginn für die S-Bahn-Verbindung steht kurz bevor. Zugegeben, es ist eine aufregende Zeit für die Region!
Das historische Viadukt der Siemensbahn, fast ein Jahrhundert alt, wird in einem strahlenden „Spandauer Blau“ gestrichen. Alexander Kaczmarek, der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Berlin, bezeichnete die neue Farbgebung als echten Hingucker. Die Strecke von Jungfernheide nach Gartenfeld lag seit 1980 brach, und mittlerweile haben sich dort Bäume auf dem Damm breitgemacht. Aber keine Sorge, die geplante Wiederinbetriebnahme der S-Bahn ist für Ende 2029 angesetzt – ein passendes Datum, das zufällig mit dem 100. Jubiläum der Streckeneröffnung zusammenfällt!
Einblicke in die Wiederbelebung
Die neue S6 soll tagsüber alle zehn Minuten von Gartenfeld abfahren. Die Züge werden mit einer Geschwindigkeit von 60 km/h zu den S-Bahnhöfen Siemensstadt und Wernerwerk fahren. Der Verkehrsverbund VBB erwartet, dass täglich rund 40.000 Fahrgäste die Siemensbahn nutzen werden. Das Projekt gilt als Paradebeispiel für Public Private Partnership – und das mit ursprünglichen Baukosten von 14 Millionen Reichsmark. Man kann nur hoffen, dass die Finanzierung für die Gesamtkosten von 815 Millionen Euro aufgebracht werden kann!
Die Instandsetzung des historischen Bahndamms läuft auf Hochtouren. Zwei Abschnitte des Viadukts werden aktuell auf ihre Tauglichkeit geprüft. Korrosionsschutz muss erneuert werden, denn die alte Farbe enthält schließlich giftige Bleimennige. Die Deutsche Bahn hat sich auch um die barrierefreie Erschließung der Bahnhöfe Gartenfeld und Siemensstadt gekümmert. Zudem wird eine neue überdachte Abstellanlage entstehen – praktisch für alle, die auf die Bahn angewiesen sind.
Ein Stück Geschichte wird lebendig
Die Strecke selbst verläuft auf einem beeindruckenden historischen Viadukt, der etwa 800 Meter lang ist. Die Instandsetzung und Ertüchtigung dieser Stahlkonstruktion erfolgt unter Berücksichtigung denkmalgerechter Standards. Schließlich gehört der Viadukt zum Erbe der Stadt! Und während wir über Erbe sprechen: Die Planung für das 76 Hektar große Stadtquartier begann nach der Ankündigung von Siemens zur Aufwertung des Gebiets.
Hier wird nicht nur eine Verbindung zur Ringbahn geschaffen. Auch der Berliner Hauptbahnhof und der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) werden schnell erreichbar sein. Das alles fügt sich nahtlos in den städtischen Mobilitätsplan ein, der den Trend zu mehr Kfz-Verkehr bremsen möchte. Der StEP MoVe zielt darauf ab, den Anteil des Umweltverbundes an allen Wegen von 74 % auf 82 % bis 2030 zu erhöhen. Das sind ehrgeizige Pläne, und die Reaktivierung der Siemensbahn ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.
Der Berliner Senat hat den Fokus klar auf die Stärkung von Bussen, Bahnen, Fahrrädern und Fußgängerverkehr gelegt. Eine Zero Emission Zone ist in Planung, um die Luftqualität zu verbessern. Wenn wir uns in dieser aufregenden Zeit umsehen, spüren wir, dass Berlin auf dem besten Weg ist, zu einer lebenswerten Stadt für alle zu werden. Und die Siemensbahn wird dabei eine zentrale Rolle spielen!
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