Stromausfall in Berlin: Wenn die Dunkelheit die Stadt umarmt
Stromausfälle sind immer eine unangenehme Sache, besonders wenn sie so massiv sind wie der Vorfall Anfang Januar 2023 im Berliner Südwesten. Da wurden gleich mal 100.000 Menschen in 45.000 Haushalten und über 2.000 Gewerbebetrieben für mehrere Tage im Dunkeln gelassen. Der Grund? Ein mutmaßlicher Brandanschlag von Linksextremisten auf eine Kabelbrücke am 3. Januar. Man fragt sich: Wie kann es so weit kommen?
Die Stromversorgung wurde erst am 7. Januar wiederhergestellt, was für viele Betroffene eine echte Herausforderung darstellte. Immerhin konnten die, die in der Zeit auf Hotelunterkünfte angewiesen waren, ihre Kosten für Übernachtungen zwischen dem 3. und 7. Januar erstattet bekommen. Die Bearbeitung dieser Anträge verlief mit viel Sorgfalt – schließlich war es eine Menge zu stemmen. Bis zum 25. Juni waren bereits 2.685 Fälle ausgezahlt, während 127 Anträge abgelehnt, 54 zurückgezogen und 18 noch nicht bearbeitet waren. Das alles klingt nach einer Aufarbeitung mit Pragmatismus und Herz.
Die Nachwirkungen des Blackouts
Es ist schon fast surreal. Die ersten Auszahlungen an die Betroffenen begannen erst Anfang März – also drei Monate nach dem Stromausfall. In der Zwischenzeit setzte das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf eine Arbeitsgruppe für die Bearbeitung der Anträge ein. Man kann sich das nicht leicht vorstellen: Für 3.000 Anträge waren insgesamt 210.000 Minuten, also 3.500 Stunden an Bearbeitungszeit erforderlich. Das ist eine Menge Zeit, die da draufging.
Doch der Fall von 2023 war nicht der erste seiner Art. Am 8. Januar 2026 kam es erneut zu einem Stromausfall in Berlin, wieder durch einen Brandanschlag an einer Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Diesmal waren es rund 2.200 Unternehmen und 45.000 Haushalte, die ohne Strom, Heizung und Internet auskommen mussten. Der Betreiber Stromnetz Berlin konnte allerdings auch hier am Mittwoch alle betroffenen Kunden wieder mit Strom versorgen. Es scheint fast, als ob diese linksextremistischen Gruppen ein Muster verfolgen, das weit über 13 Anschläge auf Infrastruktureinrichtungen in den letzten Jahren hinausgeht.
Krisenvorbereitung und Schutzmaßnahmen
Die Lehren aus solchen Vorfällen sind enorm wichtig. Berlin rief eine Großschadenslage aus und bat sogar die Bundeswehr um Amtshilfe. Diese Art von Vorfällen zeigt deutlich, dass es an der Zeit ist, die Krisenvorbereitungen zu überdenken. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt, sich für den Ernstfall zu wappnen: Batteriebetriebene Radios, geladene Akkus und Notvorräte sollten zur Grundausstattung gehören. Man weiß ja nie, wann man mal ohne Strom dasteht und auf sich selbst gestellt ist.
Eine Umfrage hat zudem ergeben, dass 26% der befragten Kreise und Städte keinen Einsatzplan für Stromausfälle haben. Das ist erschreckend! Und 47% gaben an, keine Konzepte zur Notwasserversorgung zu haben. Es ist an der Zeit, dass wir uns Gedanken machen, wie wir uns und unsere Nachbarn besser schützen können. Schließlich ist unser Alltag oft so hektisch, dass wir die kleinen, aber wichtigen Dinge – wie einen Plan für den Fall der Fälle – aus den Augen verlieren. Und das könnte uns teuer zu stehen kommen.
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