Heute, am 22. Oktober 2026, gibt es in Berlin wieder einmal einige Umstellungen im S-Bahn-Verkehr, die den Pendlern und Reisenden ordentlich auf die Nerven gehen könnten. Baustellen und Sperrungen, die wir ja schon gewöhnt sind, stehen auf dem Programm, und diesmal sind die Linien S3, S5, S7, S9 und S75 besonders betroffen. Das Westkreuz wird zum Nadelöhr, und das nicht nur für die S-Bahn-Linien.

Die S9 zum Flughafen BER ist auf der Strecke bis Charlottenburg eingeschränkt. Wer bis nach Spandau will, muss sich auf einen Umstieg am Westkreuz einstellen. Das wird den einen oder anderen sicherlich ärgern – und das zu einer Zeit, in der viele auf der Suche nach dem letzten Flieger sind oder einfach nur schnell nach Hause wollen. Die S7 ist zwar grundsätzlich zwischen Ahrensfelde und Potsdam Hauptbahnhof unterwegs, aber zwischen Charlottenburg und Grunewald rollt sie nur alle 20 Minuten. Das ist nicht gerade das, was man sich unter einem pünktlichen Nahverkehr vorstellt.

Sperrungen und Ersatzbusse

Aber das ist noch nicht alles. Ab 4 Uhr heute Morgen ist außerdem die Ringbahnstrecke zwischen Halensee und Westend gesperrt. Betroffen sind die Linien S41, S42 und S46 – eine echte Herausforderung für alle, die auf diese Verbindungen angewiesen sind. Der Grund? Arbeiten an Brücken und Kabeln. Man könnte fast meinen, die Bauarbeiten sind Teil des Berliner Lebensgefühls. Ersatzbusse pendeln auf dem gesperrten Abschnitt und sorgen zumindest für ein bisschen Mobilität. Wer clever ist, weicht auf die Ringbahn von Halensee nach Charlottenburg aus und wechselt dort auf die anderen S-Bahn-Linien.

Und als ob das nicht genug wäre, wird die Ringbahn zwischen Südkreuz und Westend von Freitagabend bis Montag, den 26. Oktober, auch gesperrt. Hier gilt das gleiche Spiel — Ersatzbusse sind wieder im Einsatz. Wer also am Wochenende plant, mit der S-Bahn zu fahren, sollte sich besser einen Plan B zurechtlegen. Das könnte bedeuten, dass man eine halbe Ewigkeit auf den Bus warten muss, oder noch schlimmer, dass man sich in das Gedränge der U-Bahn stürzt.

Frühe Endstation im Osten

Im Osten der Stadt gibt es ebenfalls Einschränkungen. Die S3 aus Erkner fährt nur bis Charlottenburg, die S5 aus Strausberg Nord bis Ostbahnhof, und die S75 pendelt nur zwischen Wartenberg und Lichtenberg. Das ist für viele Pendler und Reisende eine verdammte Herausforderung. Man fragt sich unweigerlich, wie viele Umstiege man heute wohl in Kauf nehmen muss, nur um ans Ziel zu kommen.

Die gute Nachricht? Für all diejenigen, die sich einen Überblick über die Baustellen und Einschränkungen im S-Bahn-Netz verschaffen wollen, gibt es eine praktische Karte. Diese zeigt wichtige Baumaßnahmen im Regionalverkehr und im Berliner S-Bahn-Netz für das aktuelle und kommende Fahrplanjahr. Man kann darauf nachlesen, wann und wo es zu Einschränkungen kommt – auch wenn man dabei immer ein bisschen auf die Angaben der DB InfraGO AG hoffen muss, die natürlich ohne Garantie sind.

Was bleibt, ist die Hoffnung, dass diese Baustellen irgendwann ein Ende haben und dass die S-Bahn wieder in gewohnter Pünktlichkeit durch die Hauptstadt rollt. Es bleibt spannend, ob die Bauarbeiten Früchte tragen und wir in naher Zukunft wieder ohne Umwege von A nach B kommen. Bis dahin heißt es: Geduld haben und vielleicht ein bisschen mehr Zeit für die Fahrt einplanen. In Berlin kommt man schlussendlich immer irgendwie ans Ziel, oder etwa nicht?