Am 11. Mai 2026, in der pulsierenden Atmosphäre der Main-Kinzig-Halle, nimmt die HSG Hanau Abschied von einem ihrer prägendsten Köpfe: Co-Trainer Kai Nober. Nach dem letzten Heimspiel gegen die TSG Haßloch, in dem die Fans ein letztes Mal für ihren Trainer jubelten, wird Nober in seine Heimat Mittelhessen zurückkehren. Es ist ein Schritt, der sowohl mit Bedauern als auch mit Vorfreude verbunden ist – für ihn selbst und für den Verein.

In den letzten Jahren hat Nober zusammen mit Chefcoach Axel Spandau und Torwarttrainer Iteb Bouali das Trainerteam der HSG Hanau maßgeblich geprägt. Die Rückrunde dieser Saison war mit einer beeindruckenden Serie von elf ungeschlagenen Spielen ein wahrer Höhepunkt. Doch trotz dieser sportlichen Erfolge zieht es den ehemaligen A-Jugend-Meistertrainer, der 2017 mit der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen die Deutsche Meisterschaft gewann, zurück zu seinen Wurzeln. Dort plant er, ein Nachwuchsteam für die Jugendhandball-Bundesliga 2026/27 aufzubauen.

Ein Abschied mit Wehmut

„Die Zeit hier war intensiv und hat mir viel bedeutet“, äußert Nober, während er die schönen Momente an Heimspieltagen und das Engagement der Fans in seinen Erinnerungen aufleben lässt. Sportlicher Leiter Reiner Kegelmann kann sich den Bedauern über Nobers Abschied nur anschließen. Er hebt hervor, wie wichtig Nober für die Teamentwicklung war und dass sein Beitrag nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. „Wir wollen ihm keine Steine in den Weg legen“, sagt HSG-Geschäftsführer Hannes Geist und fügt hinzu, dass das Interesse anderer Vereine an Nober eine echte Anerkennung seiner Arbeit darstellt.

Aber zurück zu den Anfängen: Bevor Nober die HSG Hanau prägte, war er in der Regionalliga aktiv, unter anderem bei der HSG Wettenberg. Auch die 2. Mannschaft der HSG Hanau übernahm er ab Sommer 2023 für eine Halbserie – ein weiteres Beispiel für sein Engagement im Handball.

Trainerwechsel in der Handball-Szene

Nobers Wechsel fällt in eine Zeit, in der die Handballwelt von Trainerwechseln geprägt ist. Die HSG Wetzlar hat kürzlich Frank Carstens entlassen und Momir Ilic als neuen Trainer verpflichtet. Solche Veränderungen sind nicht ungewöhnlich, besonders in einer Saison, in der die Leistung nicht den Erwartungen entspricht. Auch die HSG Hanau wird sich nun neu orientieren müssen.

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Die Herausforderung für Nober, der eine enge Beziehung zu Axel Spandau pflegt – immerhin war Spandau sein Trainer in der A-Jugend des TV Hüttenberg – wird sein neues Amt sein, in dem er hoffentlich ebenso viele positive Erinnerungen sammeln kann. Der Handball bleibt also spannend, und auch wenn wir uns von einem talentierten Trainer verabschieden müssen, könnte das nächste Kapitel in seiner Karriere ein ebenso aufregendes werden.