Die Luft ist etwas schwer, fast schon nostalgisch, wenn man darüber nachdenkt, dass Toni Leistner, der dreijährige Kapitän von Hertha BSC, bald seine Koffer packen könnte. Ursprünglich hatte er angekündigt, seine Karriere bei Hertha zu beenden. Doch nun, mit einem auslaufenden Vertrag und ohne neuen Verein am Horizont, schwirren Gedanken in seinem Kopf: Vielleicht gibt es noch eine neue Herausforderung? Schließlich hat er in dieser Saison an vielen Zu-Null-Spielen teilgenommen und kein einziges Training verpasst. Ein echter Kämpfer, der stets bereit war, sein Bestes zu geben.

Die Entscheidung über seine Zukunft will Leistner in den nächsten zwei bis vier Wochen mit seiner Frau besprechen. Es gibt viel zu bedenken. Neben dem Fußball ist da noch sein Familienleben – zwei Töchter, die seine ganze Aufmerksamkeit verlangen. Eine schulpflichtige Tochter und eine weitere, die im Sommer eingeschult wird. Das bringt natürlich zusätzliche Überlegungen mit sich. Und während er darüber nachdenkt, hat er den Fans versprochen, dass man sich immer zweimal im Leben sieht. Das klingt fast wie ein Abschied auf Raten.

Ein Rückblick auf Leistners Zeit bei Hertha

Toni Leistner kam im Sommer 2023 vom belgischen Erstligisten VV St. Truiden nach Berlin. In diesen drei Jahren hat er sich als Anführer und Vorbild etabliert, war zwei Jahre lang Kapitän und hat in 83 Pflichtspielen für den Verein die Defensive stabilisiert. Dabei erzielte er sogar einen Treffer und gab zwei Assists. Das sind Zahlen, die für sich sprechen und die Leidenschaft, die er in jedes Spiel gelegt hat, ist unübersehbar.

Benjamin Weber, Sportdirektor von Hertha BSC, hat sich immer wieder dankbar über Leistners Engagement geäußert. In einer Zeit, in der die Hertha den Wiederaufstieg in die Bundesliga nicht geschafft hat, war Leistner eine Konstante. Man kann sich kaum vorstellen, wie es ohne ihn gewesen wäre. Weber hat sogar Gespräche angestoßen, um eine Einbindung Leistners nach seiner aktiven Karriere zu besprechen. Vielleicht wird er ja eine neue Rolle im Verein finden, die nicht auf dem Spielfeld zu suchen ist.

Die letzten Wochen als Spieler

In der aktuellen Zweitliga-Saison hat Leistner 24 Spiele absolviert und sich als unverzichtbarer Teil des Teams erwiesen. Man merkt, dass er noch einiges im Tank hat, auch wenn er kein Interesse daran hat, als Trainer einzusteigen. Das Geschäft ist ihm einfach zu schnelllebig. Aber vielleicht wird es eine andere Möglichkeit geben, wie er weiterhin mit dem Verein verbunden bleibt. Irgendwie muss man ja die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft schlagen.

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Die offizielle Verabschiedung von Toni Leistner wird am Sonntag, den 10. Mai 2026, im Olympiastadion gegen die SpVgg Greuther Fürth stattfinden. Ein letzter Auftritt, der nicht nur für ihn, sondern auch für die Fans ein emotionaler Moment wird. Ein Abschied, der viele Erinnerungen wecken wird – an die Spiele, die Erfolge, die Niederlagen und die unvergesslichen Momente, die er mit den Blauen geteilt hat.

Die Zeit vergeht schnell, und bald wird es keinen Leistner mehr im Trikot von Hertha BSC geben. Was bleibt, sind die Erinnerungen, die Geschichten und die Hoffnung auf eine neue Herausforderung für den 35-Jährigen. Es bleibt spannend zu sehen, wo sein Weg ihn hinführen wird.