Heute ist der 16.05.2026 und es rumort ein wenig an der Technischen Universität (TU) Berlin. Das Hauptgebäude, ein zentraler Knotenpunkt für Studierende und Lehrende, ist seit dem 9. Mai wegen baulicher Mängel gesperrt. Was für eine Herausforderung! Über 350 Lehrveranstaltungen mussten ins Digitale abwandern oder in die Randzeiten verlegt werden. Das bedeutet für viele Studierende eine ziemliche Umstellung. Man fragt sich: Wie lange kann das gutgehen?
Um der TU in dieser schwierigen Situation unter die Arme zu greifen, hat der Bezirk Reinickendorf ein Angebot gemacht. Die freien Flächen auf dem ehemaligen Telekom-Areal in Tegel stehen bereit – und das bedeutet mehr als nur ein paar Quadratmeter! Im „TOP Tegel“-Businesscenter an der Wittestraße 30 warten über 12.000 Quadratmeter Büro- und Schulungsflächen darauf, genutzt zu werden. Dazu kommen noch eine erstklassige Anbindung an den Nahverkehr, ein paar Fahrradstellplätze und ein Parkhaus mit etwa 1000 Stellplätzen. Das klingt doch nach einem soliden Plan!
Interimslösungen und digitale Lehre
Die Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) hebt die immense Bedeutung der TU für Innovation und Fachkräfteausbildung hervor. Ein Aufruf an den Berliner Senat und die Hochschulleitung, sich schnell um Interimslösungen zu kümmern, ist in der Luft. Aber wie geht’s weiter mit dem Lehrbetrieb? Die TU Berlin versucht, den Lehrbetrieb unter veränderten Bedingungen aufrechtzuerhalten. Kurzfristig ist es allerdings nicht möglich, für alle Veranstaltungen Ersatzräume bereit zu stellen. Größere Vorlesungen finden teilweise online statt – für viele ein neues Terrain. Seminare und kleinere Veranstaltungen sollen alternative Lösungen finden, aber die Frage bleibt: Wie flexibel können alle Beteiligten sein?
Student*innen werden gebeten, sich über die Plattform ISIS zu informieren. Dort gibt’s aktuelle Informationen über Raumänderungen oder die Online-Lehre, während das Moses-System für die Veranstaltungsplanung genutzt wird. Ein bisschen chaotisch, aber hey, das ist Universitätsleben, oder?
Der Sanierungsbedarf ist gewaltig
Ein Blick auf die Zahlen macht deutlich, dass der Sanierungsbedarf der TU Berlin bei rund 2,4 Milliarden Euro liegt. Von insgesamt 102 Gebäuden sind nur vier in gutem Zustand, und elf weitere waren bereits zuvor komplett gesperrt. Da fragt man sich schon: Wo bleibt das Geld? Berlin hat den staatlichen Hochschulen landeseigene Liegenschaften mit insgesamt rund 1,4 Millionen Quadratmetern Nutzfläche zur Eigenbewirtschaftung übertragen. Die Hochschulen sind für die Instandhaltung verantwortlich, und mit diesen Herausforderungen konfrontiert zu werden, ist nicht gerade ein Zuckerschlecken.
Die Anforderungen an die Lehr- und Forschungsflächen ändern sich ständig, auch durch die internationale Ausrichtung und Studienstrukturreformen. Das führt zu einem erhöhten Sanierungsbedarf, energetischer Optimierung und Anpassungen an neue Vorschriften wie Brandschutz und Klimaschutz. Die Senatsverwaltung für Investitionsplanung ist gefordert, um notwendige Bauprojekte zu realisieren, und das ist keine kleine Aufgabe. Die Verpflichtung zur Reduzierung von CO2-Emissionen durch Klimaschutzvereinbarungen mit mehreren Hochschulen ist ein weiterer wichtiger Aspekt, der nicht vergessen werden darf.
Es bleibt spannend, wie sich die Situation weiterentwickeln wird und ob die TU Berlin bald wieder auf die Beine kommt. Aber eines ist sicher: Die Studierenden und Lehrenden müssen sich anpassen, während der Bezirk Reinickendorf bereit ist, seine Unterstützung anzubieten. Ein bisschen Hoffnung inmitten der Turbulenzen.