Heute ist der 5.05.2026, und ich sitze hier in Reinickendorf, um über etwas zu berichten, das uns alle betrifft – unsere vierbeinigen Freunde. Es ist schon eine traurige Geschichte, die ich gehört habe, und sie könnte vielen Hundebesitzern in Berlin aus der Seele sprechen. Eine Bekannte erzählte mir von ihrer Schäferhündin Frieda, die sich im Mauerpark schwer verletzte. Sie sprang in eine Glasscherbe – ja, die Dinger sind überall! Das führte zu einer lebensbedrohlichen Situation, und nach mehreren Operationen musste das Bein der Hündin amputiert werden. Ein echtes Drama und ein Beispiel für die Gefahren, die in unseren Parks lauern.
In Berlin gibt es ein ernsthaftes Problem mit Glasscherben und Müll, die für Hunde eine große Gefahr darstellen. Der „Dog Wellbeing Index 2026“ hat es an die Oberfläche gebracht und zeigt, dass Berlin in der Hundefreundlichkeit auf Platz 20 von 25 deutschen Großstädten abgerutscht ist. Mit nur 21 von 70 möglichen Punkten – das ist schon ziemlich ernüchternd, wenn man bedenkt, dass Hannover mit 55,1 Punkten den ersten Platz belegt! Es ist also kein Wunder, dass viele Hundebesitzer sich um ihre Lieblinge sorgen.
Die Herausforderung der Stadthygiene
Die tierärztliche Versorgung in Berlin wird mit 1,7 auf einer Skala von 1 bis 10 bewertet – das ist nicht gerade berauschend. Und Hundeschulen sowie Pflegeangebote kriegen ebenfalls schlechte Noten: 2,8 und 2,7 Punkte. Die Grünflächen in der Hauptstadt schnitten mit 4,9 Punkten zwar etwas besser ab, aber die Frage bleibt: Was bringen uns die schönsten Parks, wenn sie voller Müll sind?
Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) haben in den Sommermonaten alle Hände voll zu tun. Es scheint, als ob die Menschen nicht die Mühe machen, ihre Flaschen wegzuräumen. Politische Maßnahmen, wie mehr Mülleimer und häufigere Reinigungsintervalle, werden seit Jahren diskutiert, doch umgesetzt wird kaum etwas. Eine echte Schande, wenn man bedenkt, dass Berlin allein durch die Hundesteuer 12,44 Millionen Euro im Jahr 2025 einnimmt. Da könnte man doch etwas mehr investieren, oder?
Der Dog Wellbeing Index im Detail
Was genau bewertet dieser Index? Der Dog Wellbeing Index 2026 von Coway Europe untersucht Hundefreundlichkeit anhand von sieben Faktoren. Dazu gehören unter anderem die Anzahl der Hunde pro Einwohner, der Anteil der Grünflächen sowie die Zahl der Tierärzte. Aber auch die Luftqualität spielt eine entscheidende Rolle – Hunde sind schließlich sehr anfällig für Luftverschmutzung. Städte mit hohem Feinstaubgehalt schneiden im Ranking schlecht ab. Bochum hat beispielsweise den schlechtesten Wert bei der Luftqualität und eine Gesamtpunktzahl von 26,1 – das ist ein echtes Armutszeugnis für eine Stadt!
Hannover, das Spitzenreiter im Index ist, hat nicht nur eine gute tierärztliche Versorgung, sondern auch einen Stadtwald und eine Tierärztliche Hochschule. Hamburg hingegen punktet mit Wasserflächen und Parks. Für uns in Berlin bleibt zu hoffen, dass wir eines Tages auch solche Bedingungen für unsere Hunde schaffen können. Immerhin leben hier rund 122.000 Hundehalter, die etwa 131.000 Hunde angemeldet haben. Das ist eine große Gemeinschaft, die sich für das Wohl ihrer Vierbeiner einsetzen will.
Doch die Hundesteuer ist eine Aufwandsteuer und nicht zweckgebunden. Das wirft Fragen auf – wo fließen die Einnahmen hin? Die Lebensqualität für Hunde wird zunehmend als wichtiger Bestandteil der Stadtentwicklung angesehen. Es bleibt also spannend zu beobachten, wie sich die Situation in Berlin entwickeln wird. Wir alle möchten, dass unsere pelzigen Freunde glücklich und gesund sind, aber dafür müssen wir auch etwas tun. Vielleicht sind wir zusammen in der Lage, diesen Wandel zu bewirken.