Heute ist der 9. Mai 2026 und während Berlin langsam aus dem Winterschlaf erwacht, gibt es auch eine ganz andere Art von Aufregung auf den Straßen der Hauptstadt: die erhöhte Blitzeraktivität. An 11 Standorten wird derzeit verstärkt kontrolliert, und das nicht nur aus Spaß an der Freude. Wer denkt, er könne über die Tempolimits hinwegsehen, könnte schnell von einem der zahlreichen Blitzer überrascht werden. Mit einem lauten „Blitz“ wird so mancher Autofahrer aus seinen Gedanken gerissen.
Die Liste der aktuellen Blitzerstandorte ist lang und könnte sich jederzeit ändern. In Charlottenburg-Nord, beispielsweise am Saatwinkler Damm, gilt ein Tempolimit von 50 km/h, das bereits um 20:08 Uhr gemeldet wurde. Auch der Hohenzollerndamm in Schmargendorf ist nicht zu übersehen, hier wurde um 18:25 Uhr ein Tempolimit von ebenfalls 50 km/h registriert. Wer sich in Westend bewegt, sollte besonders auf die Halenseestraße und die Königin-Elisabeth-Straße aufpassen, wo nur 30 km/h erlaubt sind.
Ein Blick auf die Hitliste der Blitzer
Besonders interessant ist die Gneisenaustraße in Kreuzberg, die um 19:12 Uhr gemeldet wurde. Oder die Neue Krugallee im Plänterwald, wo um 19:02 Uhr ein Tempolimit von 40 km/h gilt. Die Potsdamer Straße in Schöneberg hat gleich zweimal für Aufsehen gesorgt, hier wurde um 18:50 Uhr und kurz davor um 18:48 Uhr ein Tempolimit von 30 km/h festgestellt. Aber auch die Aroser Allee in Reinickendorf, die um 18:46 Uhr gemeldet wurde, sollte man nicht vergessen.
Und dass es auch im Plänterwald am Treptower Park um 16:48 Uhr ein Tempolimit von 50 km/h gibt, könnte für viele Pendler von Bedeutung sein. Ein weiterer kritischer Punkt ist die Südostallee in Johannisthal, die um 16:28 Uhr mit einem Tempolimit von 30 km/h registriert wurde. Wie schnell man sich da verfahren kann! Manchmal ist es einfach zu einfach, den Überblick über die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu verlieren. Schließlich ist nicht jeder Straßenabschnitt gleich.
Ein Blick über die Grenzen hinaus
Doch dieser Blitzalarm ist nur ein Teil eines größeren Problems. Ein Bericht des Europäischen Verkehrssicherheitsrates (ETSC) zeigt, dass die Zahl der getöteten Radfahrenden in der EU zwischen 2014 und 2024 um 8 % gesunken ist – von 2.096 auf 1.926. Im gleichen Zeitraum sank die Zahl der getöteten Pkw-Fahrenden sogar um 19 %. Doch in Deutschland ist die Situation alles andere als erfreulich. Hier stieg die Zahl der getöteten Radfahrenden von 396 (2014) auf 441 (2024). Ein alarmierender Anstieg, der nicht einfach ignoriert werden kann.
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) sieht hier dringenden Handlungsbedarf. Besonders die Regelung zum Blutalkohol-Grenzwert für Radfahrende hat es in sich: Mit 1,6 Promille ist man bereits Straftäter. Bis zu diesem Wert bleibt der Alkoholkonsum meist folgenlos, solange keine Fahrunsicherheit oder Unfälle geschehen. Aber das ist nicht genug für den DVR, der eine Angleichung an Länder mit strengeren Regeln fordert. Ein Ordnungswidrigkeitentatbestand ab 1,1 Promille könnte hier Abhilfe schaffen und die Sicherheit auf den Straßen erhöhen.
In einer Stadt wie Berlin, wo das Leben pulsiert und jeder Tag neue Herausforderungen mit sich bringt, ist es wichtig, nicht nur auf die Geschwindigkeit zu achten, sondern auch auf die Sicherheit. Denn nicht nur die Autofahrer, sondern auch die Radfahrer haben ein Recht darauf, sicher unterwegs zu sein. Also, Augen auf und immer schön die Geschwindigkeit im Blick behalten!