Heute ist der 25.06.2026, und während die Temperaturen steigen, zieht es die Berliner und Brandenburger in die erfrischenden Gewässer der Region. Doch so verlockend das Badevergnügen auch ist, gibt es einige unter der Oberfläche lauernde Gefahren, die es zu beachten gilt. In den letzten Wochen haben Berichte über Blaualgen und Zerkarien in verschiedenen Gewässern die Schwimmfreude getrübt.

Blaualgen, die sich in einigen Seen Brandenburgs ausgebreitet haben, beeinträchtigen die Wasserqualität erheblich. Für Geübte unter uns: Es ist nicht nur das grüne Wasser, das ein Warnsignal sein sollte, sondern auch die Tatsache, dass Hautkontakt mit diesen Algen Reizungen oder allergische Reaktionen hervorrufen kann. Der Hohenjesarscher See, der Weinbergsee, der Vordersee im Kreis Märkisch-Oderland sowie der Groß Glienicker See in Potsdam sind besonders betroffene Gewässer. In diesen Gewässern wird von einem Bad oft abgeraten, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Die Zerkarien-Gefahr

Doch das war noch nicht alles. Zerkarien, die Larven von Saugwürmern sind, haben ebenfalls Einzug in die Gewässer gehalten. Besonders am Grimnitzsee bei Joachimsthal und in einigen Potsdamer Gewässern wurden sie gesichtet. Diese kleinen Biester bohren sich in die Haut der Badenden und können Badedermatitis verursachen – eine Hauterkrankung, die mit Juckreiz und roten Flecken einhergeht. Wie angenehm! Zum Glück ist Badedermatitis in der Regel harmlos und klingt meist innerhalb von 10 bis 20 Tagen wieder ab, aber wer möchte schon diese unangenehme Zeit durchleben?

Die Symptome sind bei erstem Kontakt oft mild, können aber bei wiederholtem Kontakt stärker ausgeprägt sein. Das bedeutet: Wenn du öfter ein Bad nimmst, sei auf der Hut! Die Behandlung besteht in der Regel aus antihistaminhaltigen Gels oder corticoidhaltigen Cremes. Und ganz wichtig: Auf keinsten die Quaddeln aufkratzen – das führt nur zu weiteren Infektionen. Besser also schnell die Badekleidung ausziehen und gründlich abtrocknen! Und für alle, die es gerne gemütlich haben: Vermeidet längere Aufenthalte im flachen, warmen Uferbereich, wo die Zerkarien besonders gern ihr Unwesen treiben.

Prävention und Sicherheit

Um die Zerkarienpopulation in Schach zu halten, sollte man außerdem das Füttern von Enten in der Nähe von Badestellen vermeiden. Komischerweise ziehen diese kleinen, furchtbaren Wesen dadurch magisch an. Das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales hat zudem festgestellt, dass eine Überprüfung von Gewässern nach Meldungen nicht zielführend ist, da die Zerkarien schnell verschwinden. Also, wenn du einen dieser „Verstecke“ erwischst, sei einfach vorsichtig!

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Die gute Nachricht? Die Wasserqualität in den meisten Badegewässern Brandenburgs ist derzeit nicht beanstandet. Das heißt, dass du in vielen Seen ohne größere Bedenken schwimmen kannst – solange du die genannten Gefahren im Hinterkopf behältst. Also, schnappt euch die Badetücher, aber denkt daran: Ein bisschen Vorsicht schadet nicht! Vielleicht doch lieber erst ein Eis essen, bevor ihr ins Wasser springt?

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