Das Elisabethstift in Hermsdorf feiert in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum: 200 Jahre voller Geschichten, Erinnerungen und vor allem eines – Geborgenheit für Kinder und Jugendliche. Lisa, ein fröhliches achtjähriges Mädchen, findet dort ein Zuhause. Ihre Eltern sind nicht mehr bei ihr, aber im Elisabethstift hat sie nicht nur einen Platz zum Wohnen, sondern auch einen Ort, an dem sie die Natur genießen und nach der Schule an spannenden Aktivitäten teilnehmen kann. Das klingt fast nach einer Idylle, nicht wahr?

Die Institution wurde 1826 in Pankow gegründet und war das erste Heim in der Region, das auch kleinen mutterlosen Kindern eine Chance auf ein besseres Leben bot. Der Umzug nach Hermsdorf im frühen 20. Jahrhundert war ein bedeutender Schritt. Das Grundstück hat zwei Weltkriege überstanden und wurde im Lauf der Jahre immer wieder erweitert. Heute ist das Elisabethstift ein Ort, der über 20.000 Kindern in Berlin und Brandenburg Unterschlupf geboten hat – eine beeindruckende Zahl, die für die wichtige Arbeit spricht, die hier geleistet wird.

Ein Zuhause für viele

Mit über 200 Plätzen in stationärer Jugendhilfe an insgesamt 15 Standorten in Berlin und Brandenburg bietet das Elisabethstift verschiedenen Angeboten – von Schule über Hort bis hin zu Familientreffs. So können nicht nur die Kinder im Alter von 0 bis 18 Jahren betreut werden, sondern auch ihre Eltern finden Unterstützung in Mutter/Vater-Kind-Gruppen. In zwei Tagesgruppen werden hier die Kleinsten liebevoll umsorgt, während die älteren Jugendlichen in einem geschützten Rahmen aufwachsen können.

Das Team, bestehend aus mehr als 270 Festangestellten und über 200 Ehrenamtlichen, setzt sich mit Herz und Hingabe für diese jungen Menschen ein. Fortbildungen und Supervisionen sind Teil ihrer persönlichen und teamorientierten Entwicklung. „Wir ermutigen die Menschen, neue Wege zu entdecken“, sagt Alfred Enns, der zusammen mit Sandra Haase das Elisabethstift leitet. Diese Philosophie zeigt sich auch in der Umsetzung der Existenziellen Pädagogik, die eine kontinuierliche Qualitätsentwicklung in den Mittelpunkt stellt.

Ein Fest für die Kinder

Das Jubiläum wird mit einem Kinderfest gefeiert! Am kommenden Samstag wird das Elisabethstift zum Schauplatz für Live-Musik, ein buntes Bühnenprogramm und kreative Bastelaktionen – ein echtes Fest für die Kinder, die hier so viel Freude und Halt finden. Viktor, ein weiterer Bewohner, beschreibt das Elisabethstift als einen Adler, der Geborgenheit bietet. Diese Metapher trifft den Nagel auf den Kopf! Hier finden die Kinder nicht nur Unterkunft, sondern auch ein unterstützendes Umfeld, in dem sie sich entfalten können.

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Finanziert werden viele der Aktivitäten durch Spenden, da die staatliche Unterstützung oft nur die Grundversorgung sichert. Das zeigt, wie wichtig es ist, dass die Gemeinschaft zusammenkommt, um diesen wertvollen Ort zu unterstützen. Die Notwendigkeit zusätzlicher Hilfe wird immer wieder betont, denn ohne das Engagement der Spender könnten viele Angebote nicht aufrechterhalten werden.

Das Elisabethstift ist mehr als nur ein Heim. Es ist ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben erhalten. Hier wird nicht nur auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingegangen, sondern auch ein Netzwerk aus Eltern, Jugendhilfe, Ärzten und Therapeuten aufgebaut, um eine ganzheitliche Betreuung zu gewährleisten. Das macht das Elisabethstift zu einem echten Juwel in Berlin – und das nicht nur seit 200 Jahren, sondern hoffentlich noch viele weitere Jahre!

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