In Pankow tut sich einiges! Das große Neubauprojekt im Quartier Blankenburger Süden lässt die Herzen der Berlinerinnen und Berliner höherschlagen. Hier, wo das Grün noch einen Hauch von Natur versprüht, soll ein neues Stadtquartier entstehen, das nicht nur 8.600 Wohnungen, sondern auch Schulen, Kitas und Gewerbeflächen bieten wird. Ein wahres Paradies für Familien und Pendler – könnte man meinen! Doch im Schatten dieser Planungen steht das Golf-Resort Berlin Pankow, das derzeit für ordentlich Gesprächsstoff sorgt.

Mit seinen mehr als 75 Hektar und drei Golfklubs zieht das Areal viele Sportbegeisterte an. Insgesamt 929 Mitglieder und 22 festangestellte Mitarbeiter sorgen dafür, dass der Ball über die Plätze rollt. Doch das Glück der Golfer könnte bald vorbei sein. Der 30-jährige Pachtvertrag mit dem Bezirksamt Pankow läuft am 30. September 2034 aus. Ob das Golfgelände dann noch in seiner bisherigen Form existieren kann, steht in den Sternen. Eine Verlängerung um weitere 30 Jahre wurde bereits abgelehnt, stattdessen bot das Bezirksamt eine fünfjährige Verlängerung bis 2039 an, die jedoch nur greift, wenn keine städtebaulichen Maßnahmen in der Zwischenzeit umgesetzt werden.

Ein Bahnhof und seine Folgen

Der geplante S-Bahnhof Malchow-Nord könnte das Golfgelände in ein ganz anderes Licht rücken. Ab Ende 2035 soll dieser in Betrieb genommen werden und damit die Randlage des Golfplatzes aufbrechen. Plötzlich könnte das Areal für städtebauliche Entwicklungen interessant werden. Die Nachfrage nach Wohnraum in Berlin ist enorm – und das Bezirksamt hat bereits angekündigt, verschiedene Möglichkeiten zu prüfen, um dem gerecht zu werden. Besonders im Umfeld geplanter S-Bahnhöfe wird nach Lösungen gesucht.

Für das Golfresort gibt es bereits eine Studie zum Flächennutzungsplan. Momentan ist das Gelände als Sonderbaufläche mit hohem Grünanteil und der Zweckbestimmung „Golfplatz“ ausgewiesen. Doch eine Änderung dieser Ausweisung ab 2034 ist denkbar und wird geprüft. Wer sich ein bisschen mit der Materie auskennt, weiß: Das Lesen und Anwenden von Bebauungsplänen ist nicht gerade ein Spaziergang im Park. Oftmals können mehrere Bebauungspläne für ein Grundstück gelten, und auch andere Rechtsverordnungen wie Landschaftspläne und Baumschutzverordnungen spielen eine Rolle.

Ein Blick in die Zukunft

Im Rahmen des Projekts „Blankenburger Süden“ wird auch ein Quartierszentrum für soziale und kulturelle Belange angedacht. Das klingt nach einem vielversprechenden Konzept! Auch Schulen und Kitas sind Teil der Pläne. Eine Grundschule, zwei weiterführende Schulen sowie ein Förderzentrum für Geistige Entwicklung sollen das Bildungsangebot erweitern. Das Ganze wird voraussichtlich bis 2045 umgesetzt.

Die Vorbereitenden Untersuchungen sollen bis Mitte 2025 abgeschlossen sein, gefolgt von einem Wettbewerb für die Teilfläche Nord. Öffentlichkeitsveranstaltungen sind ebenfalls in der Pipeline, um die Anwohner zu informieren und einzubinden. Wer Interesse an weiteren Details hat, kann sich direkt an die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen wenden oder die Projektwebseite besuchen.

Die Veränderungen, die hier in Pankow anstehen, sind sowohl aufregend als auch herausfordernd. Die Zukunft des Golfplatzes bleibt ungewiss, während das neue Stadtquartier Gestalt annimmt. Es bleibt also spannend, wie sich alles entwickeln wird.