In der Pankower Nachbarschaft gibt es derzeit große Besorgnis um den 16-jährigen Tyrese Müller, der seit Mittwoch, dem 29. April 2026, als vermisst gilt. Die Polizei Berlin hat die Bevölkerung um Mithilfe gebeten und zwei Fotos des Jugendlichen veröffentlicht. Tyrese wurde zuletzt gesehen, als er mit seiner Mutter in der Tramlinie M1 in Richtung Am Kupfergraben unterwegs war. An der Haltestelle Rathaus Pankow stieg seine Mutter aus, bemerkte aber zu spät, dass Tyrese in der Tram geblieben war.
Der junge Mann leidet an frühkindlichem Autismus und ist auf Unterstützung angewiesen. Besorgniserregend ist, dass Tyrese keine Ausweispapiere, Schlüssel oder ein Handy bei sich hat. Sein Verhalten ist auffällig: Oft zieht er seinen Pullover herunter und schaut sich über die Schulter. Tyrese hat eine Größe von 1,66 Metern, eine schlanke Statur, lockige braune Haare und braune Augen. Bekleidet war er mit einem dunkelgrauen Kapuzenpullover mit schwarzem Schriftzug, einer grünen Jogginghose der Marke Adidas sowie hellblau-grauen Schuhen mit rosa Zeichen der Marke Nike. Es wird vermutet, dass er einen schwarzen Rucksack der Marke Puma bei sich trägt.
Hilfe bei der Suche
Die Ermittlerinnen und Ermittler der Polizeidirektion 1 (Nord) in Berlin-Wittenau sind auf der Suche nach Hinweisen, die zum Aufenthaltsort von Tyrese führen könnten. Personen, die den Jugendlichen seit dem 29. April 2026 um 12:45 Uhr gesehen haben oder sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, sich zu melden. Hinweise können direkt an die Kriminalpolizei gegeben werden:
- Adresse: Straße Am Nordgraben 7, 13437 Berlin-Wittenau
- Telefonnummern: (030) 4664-173400 und (030) 4664-171100
- E-Mail: Hinweise können auch per E-Mail gesendet werden
Alternativ können Hinweise auch an jede andere Polizeidienststelle oder über die Internetwache der Polizei Berlin gegeben werden. Im Falle eines sofortigen Handlungsbedarfs sollte der polizeiliche Notruf unter 110 gewählt werden.
Die Bedeutung der Vermisstensuche
Das Verschwinden von Tyrese wirft ein Licht auf die Herausforderungen, mit denen viele vermisste Personen und deren Angehörige konfrontiert sind. Laut dem Bundeskriminalamt (BKA) gelten Kinder und Jugendliche als vermisst, wenn sie ihren Lebenskreis verlassen und ihr Aufenthalt unbekannt ist. Insbesondere bei Minderjährigen wird die Situation ernst genommen, und sie können in staatliche Obhut genommen werden. Die örtliche Polizeidienststelle ist für die unmittelbare Personensuche zuständig, und bei akuter Gefahr können groß angelegte Suchmaßnahmen eingeleitet werden.
Die Aufklärungsquote bei vermissten Personen ist in vielen Fällen hoch: Rund 50% der Vermisstenfälle klären sich innerhalb der ersten Woche. Dennoch bleibt die Sorge um Tyrese und viele andere vermisste Jugendliche bestehen. Im Jahr 2025 waren rund 19.200 Kinder vermisst, wobei 96,1% dieser Fälle bis Jahresende geklärt werden konnten. Die Gründe für das Verschwinden sind vielfältig und reichen von familiären Problemen bis hin zu schulischen Schwierigkeiten.
Die Polizei und die Gemeinschaft sind gefordert, gemeinsam an der Lösung solcher Fälle zu arbeiten. Jede noch so kleine Information kann entscheidend sein, um Tyrese und anderen vermissten Personen zu helfen.