Heute ist der 15.06.2026 und in Pankow weht ein frischer Wind um die Ecken. Der 1. FC Lok Leipzig hat eine neue Ära eingeläutet, denn Torsten Ziegner übernimmt das Traineramt. Auf einer Pressekonferenz wurde der 48-Jährige vorgestellt und hat gleich einen Vertrag bis 2028 unterschrieben. Ein echter Coup für die Mannschaft, die in den letzten zwei Spielzeiten unter Jochen Seitz zwar zur Nordost-Meisterschaft führte, doch in der Relegation zur 3. Liga scheiterte. Nach dem verpassten Aufstieg trat Seitz zurück, was die Bühne für Ziegner bereitet hat.

Die Erwartungen sind hoch, das weiß auch Ziegner. Mit einem klaren Ziel vor Augen – einem Platz in der oberen Tabellenhälfte – hat er sich schon einmal in die Herzen der Fans gespielt. „Ein Mittelfeldplatz ist nicht akzeptabel“, betont er und lässt damit keinen Raum für Missverständnisse. Die Konkurrenzsituation ist zwar noch unklar, doch Ziegner ist ein bekanntes Gesicht im Ost-Fußball und bringt viel Erfahrung mit. Geboren in Thüringen, begann er seine Spielerkarriere beim FC Carl Zeiss Jena und hat danach auch für andere Clubs wie den FSV Zwickau und Stuttgarter Kickers gespielt.

Ein Comeback mit viel Erfahrung

Vor seinem Wechsel zu Lok Leipzig war Ziegner zuletzt beim MSV Duisburg tätig – eine Station, die im September 2023 endete. Nach einer kurzen Auszeit hat er sich nun wieder an die Trainerbank gesetzt, wie ein Phoenix aus der Asche. Zuvor war er als TV-Experte beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) aktiv und hat auch beim FSV Zwickau den Aufstieg in die 3. Liga gefeiert. Es ist also nicht das erste Mal, dass er eine Mannschaft auf Kurs bringt. Sein Engagement in Halle und Würzburg hat ihm ebenfalls einen guten Ruf eingebracht.

„Ich freue mich riesig auf die Herausforderung“, sagt Ziegner, der 1003 Tage nach seinem Aus in Duisburg zurückkehrt. Die Vorfreude ist greifbar, und man kann sich gut vorstellen, wie die Fans bereits in den Startlöchern stehen, um ihn und die Mannschaft anzufeuern. Seitz hat sich in einer Videobotschaft für die zwei erfolgreichen Jahre bedankt, aber die Energie für einen dritten Anlauf fehlte ihm. Jetzt liegt es an Ziegner, diesen Schwung aufzugreifen und die Mannschaft wieder an die Spitze zu führen.

Die kommenden Wochen werden spannend. Wie wird sich die neue Konstellation entwickeln? Werden die hohen Erwartungen erfüllt? Mit Ziegner am Ruder könnte Lok Leipzig durchaus das Potenzial haben, die Liga aufzumischen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Saison entfalten wird – aber eines ist klar: Die Fans können sich auf eine aufregende Zeit freuen.

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