Die Schönfließer Brücke: Pankows neues Wahrzeichen für Fußgänger und Radler
Heute ist der 25.06.2026 und in Pankow tut sich etwas Spannendes. Die Schönfließer Brücke, ein schmaler Steg, der die S-Bahngleise überquert, steht vor einer grundlegenden Transformation. Ursprünglich in den 1960er Jahren erbaut, um die Nachkriegszeit zu überbrücken, ist der 2,5 Meter breite Steg mittlerweile in die Jahre gekommen. Man kann sagen, er hat seine besten Tage hinter sich. Aber keine Sorge, eine neue Brücke steht in den Startlöchern.
Die Brücke verbindet das Gleimviertel an der Sonnenburger Straße mit dem Kiez rund um den Arnimplatz in Prenzlauer Berg. Anwohner haben bereits Bedenken geäußert, dass die neue Brücke zum beliebten Treffpunkt werden könnte, ähnlich wie die Admiralbrücke in Kreuzberg. Um solchen Konflikten vorzubeugen, wird die neue Brücke keine Sitzgelegenheiten bieten. Stattdessen plant man einen Neubau, der mehr Platz für alle Nutzer schaffen soll – zwei jeweils 3,2 Meter breite Fußwege und einen 4 Meter breiten Radweg. Autos sind nur im Notfall erlaubt, etwa für Rettungsfahrzeuge. Das sorgt für eine entspannendere Atmosphäre.
Ein Teil eines größeren Plans
Der Neubau der Schönfließer Brücke ist nicht nur ein einmaliges Projekt, sondern Teil eines umfangreichen Programms. Bis 2040 sollen in Berlin 175 marode Brücken ersetzt werden, davon 28 allein in Pankow. Für die Schönfließer Brücke sind etwa 8,3 Millionen Euro vorgesehen, und die ersten Arbeiten sollen bereits im September 2027 beginnen. Der Bau des Bogens wird dann im Januar 2028 starten. Wenn alles planmäßig verläuft, könnte die Brücke im April 2028 über die Ringbahn gehoben werden – ein wahrhaft beeindruckendes Schauspiel für Schaulustige!
Doch das ist noch nicht alles. Am südlichen Ende der Brücke ist ein kleiner Stadtplatz geplant, der die Umgebung aufwerten soll. Auch der Anschlussbereich in der Sonnenburger Straße wird umgestaltet – hier soll ein Verkehrsweg entstehen, der ausschließlich Fuß- und Radfahrern vorbehalten ist und Aufenthaltsmöglichkeiten bietet. Die Kreuzungspunkte in der Dänenstraße und Kopenhagener Straße werden ebenfalls angepasst, um die Sicherheit und den Komfort für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.
Integration von Infrastruktur
Besonders interessant wird die technische Umsetzung des Neubaus: Die neue Brücke wird nicht nur Fuß- und Radverkehr, sondern auch wichtige Leitungen über die Bahnanlagen führen. Diese Leitungen werden in das neue Brückenbauwerk integriert, was eine bauliche Trennung des Fuß- und Radverkehrs ermöglicht. So bleibt der Verkehrsfluss angenehm und sicher. Man kann sich schon jetzt die Erleichterung der Pendler vorstellen, die künftig über diese modernisierte Achse flanieren oder radeln können, ohne ständig auf den Verkehr achten zu müssen.
Der alte Steg, der im Krieg schwer beschädigt wurde und 1964 abgerissen wurde, hat viel erlebt. Doch jetzt ist es an der Zeit, Platz für Neues zu schaffen. Die Fertigstellung aller Bauarbeiten wird für März 2029 erwartet. Bis dahin wird die Pankower Brücke nicht nur ein neuer Anziehungspunkt für alle, die die Umgebung genießen wollen, sondern auch ein Zeichen für eine moderne und zukunftsorientierte Stadtentwicklung.
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