Heute ist der 4.05.2026 und in Pankow spürt man die frische Brise des Frühlings, die die letzten Winterreste vertreibt. Doch während die Natur erwacht, steht die Eishockeywelt in Berlin still. Marcel Noebels, eine prägende Figur im Team der Eisbären Berlin, hat sich emotional von seinem Heimatclub verabschiedet. Nach beeindruckenden fünf Meisterschaften in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) verlässt er die Hauptstadt nach zwölf Jahren. Ein Abschied, der nicht nur für ihn, sondern auch für die Fans ein bewegender Moment ist.

Die Finalserie, die Noebels mit den Eisbären spielte, war für ihn eine Achterbahn der Gefühle. Er wusste, dass das letzte Spiel kommen würde, und dieser Gedanke lastete schwer auf seinen Schultern. Dennoch bezeichnete er den 4:1-Seriengewinn gegen die Adler Mannheim als perfekten Abschied. Zwei Treffer bereitete er im entscheidenden fünften Spiel vor, was seine entscheidende Rolle im Team unterstrich. „Ich würde alles wieder so machen“, erklärte er, auch wenn der Abschied von Freunden und Teamkameraden ihm schwerfiel.

Ein Weg voller Erfolge

Seine Reise begann beim Krefelder EV, wo der junge Noebels seine Eishockeykarriere in der Nachwuchsabteilung einschlug. Nach einem Jahr bei den U16-Junioren der Eisbären Juniors Berlin folgten zwei erfolgreiche Spielzeiten bei den Jungadler Mannheim, wo er 2008 und 2009 Deutscher Nachwuchsmeister wurde. Mit 18 Jahren wagte er den Sprung über den großen Teich zu den Seattle Thunderbirds in der WHL, wo er seine Fähigkeiten unter Beweis stellte und schließlich 2011 von den Philadelphia Flyers beim NHL Entry Draft ausgewählt wurde. Ein Traum für jeden Spieler!

Doch das Schicksal führte ihn zurück nach Deutschland. Im Oktober 2014 wechselte er zu den Eisbären Berlin und erlebte dort eine bemerkenswerte Karriere. Besonders in der Saison 2020/21 wurde er erneut zum Stürmer und Spieler des Jahres ausgezeichnet. Unter seiner Mitwirkung wurde das Team nicht nur einmal, sondern gleich mehrfach Deutscher Meister. Ein echter Champion also!

Ein neuer Anfang?

Doch die Veränderungen, die ihn dazu bringen, Berlin zu verlassen, sind bittersüß. Medienberichten zufolge wird Noebels sich den Kölner Haien anschließen. Ein neuer Abschnitt, der sowohl Aufregung als auch Wehmut mit sich bringt. Er plant, Gespräche mit Bundestrainer Harold Kreis zu führen, um über eine Teilnahme an der WM in der Schweiz zu entscheiden. Vielleicht wird er auch dort mit seinen neuen und alten Weggefährten auf dem Eis stehen.

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Der Abschied von den Eisbären mag schmerzhaft sein, doch Noebels hat eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen: Sechs Weltmeisterschaften, zwei Olympische Spiele und zahlreiche Titel mit seinem Berliner Team – das sind Geschichten, die bleiben. Ehrlich gesagt, es wird spannend zu sehen, wie seine Reise weitergeht und welche neuen Herausforderungen auf ihn warten. Aber eines ist sicher: Seine Spuren werden in Berlin nicht verblassen.