Die Weserstraße in Neukölln, ein Ort, der für seine lebendige Atmosphäre und das bunte Treiben bekannt ist, steht vor einer aufregenden Veränderung. Am 2. November 2026 beginnt der dritte und letzte Bauabschnitt, der die Straße in eine durchgehende Fahrradverbindung verwandeln soll. Damit wird der Weg zwischen Kottbusser Damm und Sonnenallee auf etwa 2,5 Kilometern endlich sicherer und komfortabler für Radfahrer. Das ist nicht nur ein Gewinn für die Fahrradfahrer, sondern auch für alle, die gerne zu Fuß unterwegs sind. Der Umbau bringt eine ganze Reihe von Maßnahmen mit sich, die darauf abzielen, die Weserstraße zu einem echten Vorzeigeprojekt für den Radverkehr zu machen.

Von der Innstraße bis zum südöstlichen Ende der Weserstraße wird ordentlich Hand angelegt. Unter anderem wird die Fahrbahn auf einer Breite von 5,50 Metern asphaltiert, während das Kopfsteinpflaster an den Rändern liebevoll instand gesetzt wird. Querungshilfen und Gehwegvorstreckungen an Kreuzungen werden entstehen, und zusätzliche Fahrradbügel sollen das Abstellen der Drahtesel erleichtern. Besonders erwähnenswert: Die Baumscheiben werden vergrößert – eine kleine, aber feine Maßnahme, die für mehr Grün und damit auch für ein besseres Stadtklima sorgt. Der Anliegerverkehr bleibt auch während der Bauarbeiten zugelassen, was sicher für einige Erleichterung sorgt.

Bauabschnitte und Zeitplan

Die Arbeiten sind in mehrere Teilabschnitte unterteilt, die jeweils etwa vier Monate in Anspruch nehmen sollen. Zuerst wird der Abschnitt von der Innstraße bis zur Roseggerstraße in Angriff genommen, gefolgt von der Strecke bis zur Treptower Straße und dann weiter bis zur Thiemannstraße. Der letzte Teil, die Ederstraße bis zur Sonnenallee, hängt noch von notwendigen Leitungsarbeiten ab – das ist manchmal beim Bauen einfach so. Verzögerungen beim Ausbau sind nicht auszuschließen, wie bei vielen größeren Bauprojekten, doch Bezirksstadtrat Jochen Biedermann (Grüne) versichert, dass die Verbindung in gut einem Jahr vollständig befahrbar sein soll. Bis Ende 2027 soll das gesamte Vorhaben abgeschlossen sein.

Die bereits umgebauten Abschnitte finden bereits jetzt großen Anklang und werden intensiv genutzt. Das zeigt, wie sehr die Menschen in Neukölln auf sichere und gut ausgebaute Radwege warten. Diese Umwandlung der Weserstraße ist jedoch nicht nur ein isoliertes Projekt, sondern Teil eines umfassenderen Verkehrskonzepts für Neukölln, das auch Veränderungen im Schillerkiez umfasst. Die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und die Förderung des Fuß- und Radverkehrs werden in der Bevölkerung unterschiedlich aufgenommen. Manche sind begeistert von der Idee, während andere sich vielleicht noch an die Veränderungen gewöhnen müssen.

Radverkehr in Berlin

Der Umbau der Weserstraße reiht sich nahtlos in die umfangreichen Bemühungen Berlins zur Förderung des Radverkehrs ein. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Fahrradinfrastruktur auszubauen. Der jährliche Fortschrittsbericht der Senatsverkehrsverwaltung dokumentiert diese Entwicklungen und zeigt, wie viel Geld in den Ausbau von Fahrradabstellanlagen und die Verbesserung der Infrastruktur gesteckt wird. Es wird auch erfasst, wie sich das Radverkehrsaufkommen entwickelt und wie viele Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit dem Radverkehr geschehen sind.

Im Kontext dieser Entwicklungen wird klar, dass Berlin sich ernsthaft dem Thema Radverkehr widmet. Der Radverkehrsplan und verschiedene Leitfäden sollen das Radfahren nicht nur sicherer, sondern auch attraktiver gestalten. Es bleibt abzuwarten, wie die Menschen in Neukölln auf die neuen Veränderungen reagieren werden, wenn die Weserstraße endlich in neuem Glanz erstrahlt und die Radfahrer einlädt, die Stadt auf zwei Rädern zu erkunden. Die Vorfreude in der Luft ist spürbar – und wir können nur hoffen, dass die Umsetzung ebenso gut gelingt, wie es sich die Planer erhoffen.