Kochbuch mit Herz: Wie Franziska Giffey in Neukölln für Vielfalt und Respekt kämpft
Heute ist der 8.07.2026 und in Neukölln war mal wieder etwas los. Die Buchhandlung „Leporello“ war der Schauplatz für eine richtig spannende Lesung. Zu Gast: Franziska Giffey, die ehemalige regierende Bürgermeisterin und SPD-Wirtschaftssenatorin von Berlin. Man könnte meinen, das sei ein ganz normaler Buchabend, aber da gab es mehr als nur Wörter auf Papier. Giffey stellte ihr Kochbuch „Franziska Giffeys kleines Kochbuch“ vor, und das mit viel Herzblut.
Heinz Ostermann, der Buchhändler, war sichtlich begeistert, aber auch ein bisschen frustriert, denn das Buch kann man nicht in seiner Buchhandlung bestellen. Stattdessen verschenkte Giffey die Exemplare in ihrem Wahlkreisbüro in der Nähe. Zwölf Rezepte, darunter Klassiker wie Bouletten, Rindergulasch und Obsttorte, stecken in diesem kleinen Werk. Und was wäre eine Lesung ohne leckere Naschereien? Giffey brachte selbstgebackenen Streuselkuchen mit, der wohl nicht nur die Herzen, sondern auch die Mägen der Zuhörer höherschlagen ließ.
Politik und Kulinarik vereint
Ostermann erwähnte, dass Giffey eine ganze Menge Exemplare an die Zuhörer verschenkte – das hatte schon fast etwas von einer Wahlkampfveranstaltung! Es ist nicht zu übersehen, dass die Veranstaltung auch einen politischen Hintergrund hatte. Ostermann sprach offen über die rechtsextremen Anschläge in Neukölln, die seit 2016 zugenommen haben. „Es ist wichtig, gegen Rechtspopulismus Stellung zu beziehen“, betonte er. Ein ernster Ton, der in der bunten Umgebung einer Buchlesung vielleicht etwas aus dem Rahmen fiel, aber er ist nötig. Einige Täter dieser Anschläge sitzen mittlerweile in Haft, doch kleinere Vorfälle, wie aufgestochene Autoreifen, sorgen weiterhin für Unruhe in der Nachbarschaft.
„Rudow empört sich – Gemeinsam für Respekt und Vielfalt“ nennt sich die Initiative, die Ostermann und andere gegründet haben, um ein Zeichen zu setzen. Der Gedanke, Essen und Politik zu verbinden, ist für ihn besonders wertvoll, um Menschen zu erreichen. Es ist faszinierend zu sehen, wie ein einfaches Kochbuch, das ja eigentlich nur Rezepte enthält, als Plattform für gesellschaftliche Diskussionen dienen kann.
Ein Rezept für Veränderung
Es ist irgendwie beruhigend, dass in Zeiten, in denen die Welt oft so grau erscheint, Menschen wie Giffey und Ostermann den Mut haben, sich für Vielfalt und Respekt einzusetzen. Das Kochbuch wird nicht nur zum Kochen verwendet, sondern auch als Werkzeug, um Gespräche anzustoßen und Gemeinschaft zu fördern. Vielleicht ist es genau dieser Mix aus Kulinarik und politischem Engagement, der uns alle ein Stück näher zusammenbringt – und das nicht nur in Neukölln. Ein Stück Streuselkuchen und ein paar gute Rezepte können manchmal mehr bewirken als eine leidenschaftliche Rede. Man kann nur hoffen, dass solche Initiativen Schule machen.
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