Heute ist der 18.05.2026 und die Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft ist in Berlin, vor allem in Mitte, greifbar. Doch für viele kommt die Nachricht wie ein Schlag ins Gesicht: Es wird keine Fanmeile geben! Im Juni 2023 – ja, das ist noch ganz frisch – hat die Senatsverwaltung für Verkehr klargestellt, dass bis jetzt kein Antrag für einen Fan-Event eingegangen ist. Da fragt man sich doch: Wo bleibt der Jubel?

Die Gerüchteküche brodelte, als auf Berlin.de plötzlich eine Ankündigung zu finden war, die sich später als Fehler herausstellte. Der Presse- und Informationsdienst der Senatskanzlei sprach von „bloßen Mutmaßungen“. Wer hätte gedacht, dass man ausgerechnet in der Stadt der Freigeister und Kreativen so wenig Planung für ein Event hat, das doch eigentlich die Massen anziehen sollte? Wo ist der Spirit, wo die Leidenschaft?

Wo kann man feiern?

<pFür all jene, die dennoch das WM-Fieber spüren wollen, gibt es eine Lichtblick: Public Viewing am Potsdamer Platz. Ab dem 11. Juni wird eine 100 Quadratmeter große LED-Wall aufgestellt, auf der die Spiele übertragen werden. Und los geht's mit dem ersten Deutschland-Spiel gegen Curaçao am 14. Juni um 19 Uhr. Also, Zeit, um die Deutschland-Trikots aus dem Schrank zu kramen!

Die weiteren Spiele sind auch nicht ohne: Am 20. Juni geht es gegen die Elfenbeinküste, und am 25. Juni steht Ecuador auf dem Plan. Vorfreude ist schließlich die schönste Freude. Die Sonderregelung des Senats ermöglicht es, Spiele mit Anstoß bis 22 Uhr im Freien zu zeigen. Aber Achtung: Lärmerzeugende Instrumente und Pyrotechnik sind nicht erlaubt – irgendwie schade, oder? Ein bisschen Feuerwerk würde dem Ganzen doch das i-Tüpfelchen geben.

Die große Fanmeile der Vergangenheit

Früher war die Fanmeile am Brandenburger Tor der Inbegriff des WM-Jubiläums – die größte in Deutschland, mit Platz für mehrere hunderttausend Gäste. Sie erstreckte sich vom Brandenburger Tor über die Straße des 17. Juni bis zur Großen Querallee. Doch die Organisation lag meistens in den Händen von Kulturprojekten Berlin oder der K.I.T. Group. Und jetzt? Nichts dergleichen! Kulturprojekte Berlin hat sogar erklärt, dass sie nicht in die Planungsprozesse involviert sind. Auf der einen Seite ein bisschen enttäuschend, auf der anderen Seite vielleicht auch ein Zeichen für wirtschaftliche Kalkulationen, wie Brancheninsider mutmaßen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Anstoßzeiten der WM variieren zudem stark. Mit 16 unterschiedlichen Beginnzeiten von 18 Uhr bis 6 Uhr morgens nach deutscher Zeit wird es sicher eine Herausforderung, die eigenen Feierlichkeiten zu koordinieren. Aber hey, das ist schließlich Fußball! Und wenn es auch nicht die große Fanmeile gibt, so bleibt die Freude am Spiel, an der Gemeinschaft und vielleicht auch an den kleinen, improvisierten Feiern, die überall in der Stadt entstehen werden.