Die Alte Nationalgalerie in Berlin-Mitte öffnet heute ihre Pforten für eine ganz besondere Ausstellung. Unter dem Titel „Über Zeiten – Gursky, Lucas, Miró, Warhol und die Kunst des langen 19. Jahrhunderts“ lädt sie ein, die Schnittstellen zwischen den Kunstwerken des 19. Jahrhunderts und dem späten 20. Jahrhundert sowie der Gegenwart zu erkunden. Ja, es klingt fast magisch, wenn man bedenkt, dass die Ausstellung im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums der Galerie stattfindet. Ein wahrer Grund zum Feiern!

Die Ausstellung läuft vom 22. Oktober 2026 bis zum 28. Februar 2027 und ist von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr, geöffnet. Für einen Eintrittspreis von 16 Euro (ermäßigt 8 Euro) kann man sich auf eine visuelle Reise begeben, die sich über alle drei Etagen der Alten Nationalgalerie erstreckt. Hier wird Kunst nicht nur gezeigt, sondern auch in einen Dialog gebracht – Werke aus der Dauerausstellung werden neben Arbeiten von Künstlern wie Andreas Gursky, Sarah Lucas, Joan Miró und Andy Warhol platziert.

Künstlerische Begegnungen

Stellen Sie sich vor, Sie stehen vor Bernhard Heisigs eindringlichem Werk „Beharrlichkeit des Vergessens“ (1977) und daneben erblicken Sie Arthur Kampfs „Artist“ (1907). Diese Kombination von Epochen – vom 18. bis zum 20. Jahrhundert – lädt dazu ein, über die zeitgenössischen Themen und Techniken nachzudenken. Neben den bereits genannten Künstlern sind auch Anna Dorothea Therbusch mit ihrem „Selbstbildnis“ (1780) und Sabine Lepsius, die 1885 ihr „Selbstbildnis“ schuf, Teil dieser faszinierenden Zusammenstellung. Es ist eine aufregende und anregende Begegnung zwischen den Stilen, die so unterschiedlich und doch gleichzeitig miteinander verwoben sind.

Ein besonderer Beitrag von Barbara Wiegand wird die Vergleiche zwischen diesen unterschiedlichen Epochen näher beleuchten. Es wird spannend sein zu erfahren, was die Kunst uns über die Zeit hinweg zu sagen hat und wie sie in neuen Kontexten interpretiert werden kann. Die Ausstellung wird zudem durch die Freunde der Nationalgalerie ermöglicht und von der Eva Leinemann Kunststiftung unterstützt – eine wahre Gemeinschaftsleistung!

Die Alte Nationalgalerie – Ein historisches Juwel

Die Alte Nationalgalerie selbst ist ein architektonisches Meisterwerk. Eröffnet wurde sie 1876 als Museum für zeitgenössische Kunst und ist Teil des Komplexes der Berliner Museumsinsel, der einige der bedeutendsten kulturellen Schätze der Stadt beherbergt. Die Galerie vereint verschiedene architektonische Stile und vermittelt ein Gefühl von Erhabenheit und Geschichte. Wenn man die Freitreppe hinaufsteigt und das bronzene Reiterstandbild Friedrich Wilhelms IV. betrachtet, fühlt man sich fast wie auf einer Zeitreise.

Das Gebäude ist nicht nur ein Aufbewahrungsort für Kunstwerke, sondern ein Ort, an dem Geschichte lebendig wird. Und das Publikum? Das Publikum ist ein Teil dieser Geschichte – es wirkt, als ob die Besucher selber Teil des Kunstwerks werden, wenn sie vor den beeindruckenden Gemälden und Skulpturen verweilen. Die Alte Nationalgalerie hat über die Jahre hinweg viele Veränderungen durchgemacht, doch sie bleibt ein zentraler Ort für die Kunst des langen 19. Jahrhunderts und darüber hinaus.

Wenn Sie also in den kommenden Monaten in Berlin sind, verpassen Sie nicht die Gelegenheit, diese außergewöhnliche Ausstellung zu besuchen. Der Dialog zwischen den Epochen und die visuelle Pracht der Kunstwerke werden sicher auch Ihr Herz berühren. Ein Besuch in der Alten Nationalgalerie ist nicht nur ein Ausflug in die Kunstgeschichte, sondern auch eine Reise durch die Zeit selbst!