Lode van Zuylen wird zum „Berliner Meisterkoch 2026“ im Suhrkamp-Haus ausgezeichnet
In der pulsierenden Mitte Berlins, im charmanten Suhrkamp-Haus an der Torstraße, wurde am Samstagabend ein ganz besonderer Preis verliehen. Lode van Zuylen, der Küchenchef des Restaurants „Remi“, wurde als „Berliner Meisterkoch 2026“ ausgezeichnet. Die Gala fand in der beeindruckenden Kulisse des ehemaligen Flughafens Tempelhof statt und war ein Fest für die Sinne. Die Atmosphäre war elektrisierend, und der Abend feierte nicht nur die Kulinarik, sondern auch die Leidenschaft, die hinter jedem Gericht steckt.
Van Zuylen, der sich gegen vier weitere hervorragende Köche durchsetzen konnte, erhielt die Auszeichnung von der Wirtschaftsfördergesellschaft Berlin Partner. Und obwohl mit dem Titel kein Preisgeld verbunden ist, ist es eine Ehre, die in der Gastronomieszene schwer wiegt. Die Jury lobte ihn besonders dafür, dass er sowohl Gastronom als auch herzlicher Gastgeber ist – eine Kombination, die man in der heutigen Zeit nicht mehr oft findet.
Ein kulinarisches Konzept der Extraklasse
Das „Remi“ vereint verschiedene gastronomische Konzepte auf eine Weise, die so einzigartig ist, dass sie sich weder dem Fine Dining noch einem klassischen Gesellschaftslokal zuordnen lassen. Hier geht es nicht nur um exquisite Speisen, sondern auch um das gemeinsame Erlebnis am Tisch. Van Zuylens Gerichte sind inspiriert von seiner niederländischen Herkunft, mit Kreationen wie Sellerie-Cordon-Bleu und geschmortem Reh, die für viele ein Fest für den Gaumen darstellen. Die Jury hob hervor, dass bei ihm hochwertige Produkte und handwerkliche Präzision im Mittelpunkt stehen.
Was das Restaurant außerdem besonders macht, sind die traditionellen niederländischen Vorspeisen, die man dort genießen kann. Bitterballen, frittierte Fleischkroketten und die beliebte Frikandel – all das trägt zur besonderen Atmosphäre bei. Hier wird man nicht nur satt, sondern auch in eine Welt entführt, in der Kulinarik und Geselligkeit Hand in Hand gehen.
Ein Blick auf die Preisträger
Bei der Gala wurden insgesamt sieben Preise verliehen, und die Liste der Gewinner ist beeindruckend. Tanadon Santanaviboon, der „Aufsteiger des Jahres“, zeigt, wie man ohne formale Ausbildung durch Beobachtung und Experimentieren zu einem gefragten Koch werden kann. Seine Gerichte im „Rram“ sind eine spannende Mischung aus traditioneller thailändischer Küche und kreativen Interpretationen.
Isabell Wendel, die „Berliner Gastgeberin 2026“, beeindruckt im „Bricole“ im Prenzlauer Berg mit ihrer Professionalität und Herzlichkeit, während das „Saint Farah“ als „Berliner Szenerestaurant des Jahres“ gefeiert wurde. Hier wird moderne internationale Küche in familiärer Atmosphäre serviert, und die Jury war begeistert von der kreativen Kombination aus Berliner und Mittelmeereinflüssen.
Ein Jubiläum der Gastronomie
Die „Berliner Meisterköche“ werden seit 1997 verliehen, und zum 30. Mal fand die Gala im Tempelhof statt. Die unabhängige Jury bewertet nicht nur die Küchenqualität, sondern auch Originalität, Service und Ambiente. Dieses Jahr standen die verschiedenen Facetten der Berliner Gastronomieszene besonders im Fokus. Die Atmosphäre war eine Mischung aus Nostalgie und Aufbruchstimmung, und man spürte, dass die Berliner Gastronomie lebendig und innovativ ist.
Besonders schön war auch das Menü der Gala, das von früheren Preisträgern kreiert wurde. Man konnte geschmorte Kalbsbacke mit Tahiti-Vanille und Pecanuss genießen oder konfierte Lachsforelle mit Schwarzkohl. Ein Festmahl, das in Erinnerung bleibt.
Berlin ist eben nicht nur die Hauptstadt Deutschlands, sondern auch ein Schmelztiegel der Kulturen und Geschmäcker. Und mit Lode van Zuylen und seinen fantastischen Kreationen im „Remi“ wird dieser Ruf erneut bestätigt. Wer weiß, was die nächsten Jahre bringen? Eines ist sicher: Die kulinarische Reise in der Hauptstadt hat erst begonnen.
