Dritte Räume: Stuttgart schafft Orte der Begegnung und des Dialogs
Heute ist der 3.06.2026 und wir werfen einen Blick auf ein spannendes, aufstrebendes Projekt in Stuttgart, das den Namen „Dritte Räume“ trägt. Ein Verein namens „Dritter Raum Stuttgart“ wurde Anfang 2026 gegründet, mit dem Ziel, offene Orte für Begegnung und Dialog zu fördern. Angesichts der zunehmenden gesellschaftlichen Spannungen und der Polarisierung in unseren Nachbarschaften ist dieser Ansatz mehr als nur ein guter Vorsatz – es ist eine Notwendigkeit. Wir alle spüren, dass der Bedarf an Orten für Gespräche, Vertrauensaufbau und gemeinsame Perspektiven drängt!
Das erste große Projekt des Vereins ist die „Neue Mitte Leonhardsvorstadt“, die auf dem Gelände des ehemaligen Züblin-Parkhauses entsteht. Dieses Vorhaben wird bereits als Schlüsselprojekt für die Quartiersentwicklung gehandelt. Hier sollen rund 100 Wohnungen für verschiedene Zielgruppen entstehen, ergänzt durch kulturelle, soziale und gewerbliche Angebote. Ein Konzept, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken will – und das in einer Zeit, in der wir alle ein bisschen mehr Zusammenhalt brauchen können.
Ein Schritt nach dem anderen
Die Initiatoren des Vereins sind eine bunte Mischung aus engagierten Akteur:innen der Zivilgesellschaft, der Kirche sowie Fachleuten aus Planung, Architektur und Projektentwicklung. Manchmal braucht man einfach die richtigen Leute um sich, um etwas Großes auf die Beine zu stellen. Und die Idee ist klar: Man möchte eine gemeinwohlorientierte Trägerschaft für das Projekt aufbauen. Doch wie geht es weiter? Ein schrittweises Vorgehen zur Risikominderung ist geplant, was bedeutet, dass man zunächst Mitglieder werben und Gespräche mit Stiftungen und institutionellen Finanzpartnern führen wird. Die Stadt ist ebenfalls mit im Boot.
Das Ziel ist, bis zum Jahresende Fortschritte zu erzielen. Das klingt ambitioniert, aber wie IBA-Intendant Hofer treffend bemerkte, ist das Vorhaben anspruchsvoll, jedoch nicht risikoreich. Es soll etwas realisiert werden, was private Investoren und die öffentliche Hand nicht leisten können – und genau das macht es so spannend. Der Verein organisiert sich noch, und man darf gespannt sein, welche Entwicklungen uns im Herbst erwarten.
Ein Blick in die Zukunft
Ein Studientag am 18. Juni wird tiefer in das Thema „Dritte Räume“ einführen und sowohl den Verein als auch das Viertel vorstellen. Der Tag wird vollgepackt sein mit einem Impulsvortrag von Oliver Ibert, einer Podiumsdiskussion und gleich acht Workshops. Wie cool ist das denn? Dabei wird lokale Expertise zusammengetragen, und auch Erfahrungen aus anderen Städten kommen zur Sprache, zum Beispiel durch das Planungsbüro „Stattbau München“. Andreas Krüger wird die Podiumsdiskussion moderieren – sein Büro Belius hat bereits bei der Neuen Mitte Leonhardsvorstadt mitgewirkt. Also, vielversprechende Ansätze gibt’s hier zuhauf!
In einer Zeit, in der wir oft das Gefühl haben, dass alles auseinanderdriftet, ist es erfrischend zu sehen, dass es Menschen gibt, die sich aktiv für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen. Die neue Mitte könnte also nicht nur ein Ort sein, wo Wohnungen entstehen, sondern ein Raum, in dem Dialog und Teilhabe gefördert werden. Ein Ort, wo jeder gehört wird. Und das ist doch irgendwie genau das, was wir alle brauchen, oder?
