Weihnachten im Schuhkarton: Hoffnung schenken für Kinder in Not in Berlin
In Berlin gibt es viele Möglichkeiten, das Weihnachtsfest ein wenig heller zu machen, besonders für Kinder in Not. Eine ganz besondere Initiative, die dies seit vielen Jahren tut, ist „Weihnachten im Schuhkarton“. Nancy Taege aus Biesdorf, eine leidenschaftliche Unterstützerin dieser Aktion, engagiert sich seit etwa 15 Jahren gemeinsam mit ihrer Familie. Dabei geht es nicht nur um das Packen von Geschenken, sondern um das Schenken von Hoffnung und Freude.
Das ganze Jahr über sammelt die Familie Taege Spenden und verpackt sie in liebevoll dekorierten Kartons. Sie betreiben ihre Wohnung in der Irmfriedstraße als Sammelstelle, wo während der Abgabewoche vom 9. bis 16. November das ganze Haus, der Garten und sogar die Garage für die gespendeten Kartons genutzt werden. Ehrenamtliche Helfer unterstützen sie beim Kontrollieren, Sortieren und Verschicken der Pakete. So wird sichergestellt, dass die Geschenke den Kindern aus finanziell schwierigen Verhältnissen zugutekommen.
Geschenke mit Herz
Die Aktion wird von der Organisation Samaritan’s Purse im deutschsprachigen Raum koordiniert. Im vergangenen Jahr konnten aus Deutschland beeindruckende 239.160 Kartons verschenkt werden. Seit 1993 haben weltweit etwa 244 Millionen Kinder Geschenke erhalten. Das Ziel der Initiative ist es, den Kindern zu zeigen, dass sie gesehen und geliebt werden – eine Botschaft, die besonders in der heutigen Zeit von großer Bedeutung ist.
Die Geschenke in den Kartons sollten aus einer Mischung aus notwendigen und erfreulichen Dingen bestehen. Besonders gefragt sind Kleidung, Hygieneartikel, Schreib- und Schulartikel sowie Spielzeug. Auf der anderen Seite gibt es einige Dinge, die nicht in die Kartons gehören – dazu zählen gebrauchte oder zerbrechliche Gegenstände, Süßigkeiten, Flüssigkeiten sowie Kriegsspielzeug. Es ist wichtig, dass die Geschenke neu sind, aber besonders teure Artikel sind nicht erforderlich – es zählt der Gedanke!
- Abgabezeitraum für Kartons am Helene-Weigel-Platz 6: 23. Oktober bis 23. November.
- Öffnungszeiten: dienstags und freitags von 10 bis 14 Uhr, mittwochs und donnerstags von 10 bis 18 Uhr.
- Fertig dekorierte Kartons sind ebenfalls erhältlich.
Die zentrale Weihnachtswerkstatt in Berlin-Neukölln öffnet am 25. November und wird die meisten Pakete aus dem deutschsprachigen Raum sortieren. In etwa 150 Ländern, darunter Bulgarien, Estland und Georgien, werden die Pakete dann an die bedürftigen Kinder verteilt. Die Hilfsorganisationen in den Zielländern stehen in Kontakt mit den Familien und sorgen dafür, dass die Geschenke dort ankommen, wo sie am meisten gebraucht werden.
Engagement und Transparenz
Die Bedeutung von Spenden wird in Deutschland nicht unterschätzt. Im Jahr 2023 flossen rund 75 Prozent der privaten Geldspenden in humanitäre Hilfe, einschließlich Kinder- und Jugendhilfe. Dabei ist es wichtig, sich für seriöse Organisationen zu entscheiden – wie die, die „Weihnachten im Schuhkarton“ unterstützen. Die Organisationen, die in diesem Bereich tätig sind, unterliegen strengen Prüfungen und können oft ein Spendensiegel vorweisen, das Vertrauen schafft. Für Spender besteht auch die Möglichkeit, Patenschaften zu übernehmen, die nicht nur dem einzelnen Kind, sondern auch dessen Familie und Gemeinde zugutekommen.
Spenden können bis zu 20 Prozent der Gesamteinkünfte als Sonderausgaben abgesetzt werden, was für viele Menschen ein zusätzlicher Anreiz sein kann, sich zu engagieren. Es lohnt sich, Informationen über die Organisationen einzuholen, um sicherzustellen, dass die Spenden dort ankommen, wo sie wirklich gebraucht werden. Die Initiative „Weihnachten im Schuhkarton“ ist ein strahlendes Beispiel dafür, wie man durch gemeinschaftliches Engagement und Herz eine Menge bewirken kann. Jeder Karton ist nicht nur ein Geschenk, sondern auch ein kleines Zeichen der Hoffnung in einer oft tristen Welt.
