Heute ist der 22. Mai 2026 und die Stadt lebt – zumindest im Bezirk Marzahn-Hellersdorf, wo heute eine ganz besondere Sitzung des Bezirksverordnetenversammlungs (BVV) auf dem Programm steht. Ab 17 Uhr wird im Arndt-Bause-Saal des Freizeitforums Marzahn eine der umfangreichsten Tagesordnungen dieser Wahlperiode diskutiert. Über 70 Punkte stehen auf der Liste! Wer nicht vor Ort sein kann, muss sich nicht grämen, denn es gibt einen Live-Stream, den man unter www.videotron.de/marzahn-hellersdorf verfolgen kann.

Die Themen sind so bunt wie das Leben selbst. Ein besonders emotionaler Schwerpunkt ist das Gedenken an die Opfer des Zwangslagers Marzahn. Anlässlich des 90. Jahrestages der Errichtung dieses Lagers wird eine gemeinsame Resolution verabschiedet. Das Zwangslager, das von 1936 bis 1945 existierte, war ein schrecklicher Ort, an dem viele Sinti und Roma unter katastrophalen Bedingungen lebten. Die Vorsitzende der Gedenkstätte Zwangslager Berlin-Marzahn, Petra Rosenberg, wird vermutlich auch anwesend sein und auf die Bedeutung des Gedenkens hinweisen.

Öffentliche Sicherheit und Mobilität

Aber nicht nur die Vergangenheit wird beleuchtet. Auch das Hier und Jetzt hat seine Herausforderungen. Die Sicherheit auf unseren Straßen ist ein Thema, das viele Menschen bewegt. Von der Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen an Kreuzungen – wie etwa der vielbefahrenen Landsberger Allee/Blumberger Damm – bis hin zu Tempo-30-Zonen und Geschwindigkeitskontrollen wird alles auf den Tisch kommen. Es ist höchste Zeit, dass wir uns Gedanken über die Sicherheit auf unseren Wegen machen, oder?

Mobilität ist ein weiteres großes Thema: Die Anbindung des U5-Ersatzverkehrs und die Schaffung sicherer Fahrradabstellplätze am S-Bahnhof Biesdorf stehen an. Und wer kennt nicht die E-Scooter-Problematik? Auch hier wird diskutiert, wie wir das Chaos an den Bahnhöfen besser in den Griff bekommen können. Gehwegausbauten an verschiedenen Straßen könnten das Bild der Nachbarschaft nachhaltig verändern.

Schulen, Gesundheit und Umwelt

Die kleinen Bürgerinnen und Bürger werden nicht vergessen. Der Ausbau von Ganztagsschulen, die Finanzierung von Schulstationen und eine Stärkung der Kindertagespflege sind alles Punkte, die für die Zukunft unserer Kinder entscheidend sind. Auch die Übergänge von der Kita zur Schule sollen gestärkt werden, damit unsere Kleinsten nicht im Dschungel des Bildungssystems verloren gehen.

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Auf der gesundheitlichen Seite wird die Debatte über die Auswirkungen der Bundesgesundheitsreform geführt – ein Thema, das viele betrifft, insbesondere in Bezug auf die Unterstützung für Menschen mit Demenz und die Situation von Alleinerziehenden. Kinderarmut im Bezirk? Ein Problem, das angepackt werden muss.

Und dann gibt es noch die Natur und Umwelt! Anträge zu Baumpflanzungen im Champignon-Viertel und am Wilhelmsmühlenweg sowie Maßnahmen zum Hitzeschutz und Hochwasserschutz am Zochegraben sind auch Teil des großen Plans. Der Schutz von Bibern wird hier nicht vergessen – schließlich sind sie wichtige Akteure in unseren Ökosystemen.

Kultur und Infrastruktur

Die kulturellen Aspekte dürfen natürlich nicht zu kurz kommen. Die Zukunft der Biesdorfer Parkbühne steht zur Diskussion, ebenso der Antrag zum Erhalt des beliebten Kabarett-Theaters „Chilischoten“. Ein queeres Jugendzentrum? Ein Vorschlag, der viele junge Menschen ansprechen könnte. Und für die Sportbegeisterten wird auch ein Flag-Football-Feld vorgeschlagen.

Schließlich gibt es auch wichtige Entscheidungen bezüglich der Personalien: Die Wahl von Bürgerdeputierten für verschiedene Ausschüsse, sowie die Wahl eines neuen Bezirksamtsmitglieds und eines stellvertretenden Bezirksbürgermeisters werden ebenfalls auf dieser Sitzung behandelt.

Für alle, die mehr über die Tagesordnung erfahren möchten, lohnt sich ein Blick auf die Website der BVV unter bvv-marzahn-hellersdorf.berlin.de. Dort findet man alle Details zu den Themen, die unsere Nachbarschaft bewegen.

Das Gedenken an die Opfer des Zwangslagers wird auch in den kommenden Wochen eine Rolle spielen. Am 14. Juni 2026 findet eine Gedenkstunde anlässlich des 90. Jahrestages der Verschleppung der Berliner Sinti und Roma statt. Es ist wichtig, dass wir diese Erinnerungen lebendig halten und uns an die dunklen Kapitel unserer Geschichte erinnern.

In einer Zeit, in der viele Herausforderungen vor uns liegen, ist es entscheidend, dass wir gemeinsam an Lösungen arbeiten, um unsere Gemeinschaft zu stärken und zu verbessern. Denn nur zusammen können wir die Zukunft gestalten.