Lehrerbildung im Wandel: Neue Ansätze für eine alte Herausforderung
Heute ist der 19.06.2026 und während ich hier in Marzahn-Hellersdorf sitze, kommt mir ein Thema in den Sinn, das in Berlin gerade heiß diskutiert wird: der Mangel an Lehrkräften. Ein Problem, das nicht nur in der Hauptstadt, sondern in ganz Deutschland besteht. Lehrkräfte sind Mangelware, und das hat Auswirkungen auf die Schulen und die Schüler. Die Frage ist: Was kann man dagegen tun?
Der Bildungspolitiker Steffen Krach von der SPD hat eine interessante Idee in die Runde geworfen. Er schlägt vor, sogenannte „Schools of Education“ zu gründen, eigenständige Fakultäten, die speziell auf die Ausbildung von Lehrkräften fokussiert sind. Das Ziel? Die angehenden Lehrer gezielter auf ihre zukünftigen Aufgaben vorzubereiten. Besonders, wenn man an die neuen Herausforderungen denkt, die uns die digitale Welt und gesellschaftliche Probleme wie Extremismus stellen. Krach kritisiert die derzeitigen Strukturen, die es Lehramtsstudierenden nicht leicht machen. Viele brechen ihr Studium ab oder scheitern an den hohen Zugangshürden – und das sollte nicht sein!
Ein Blick auf die Strukturen
In Berlin müssen Lehramtsstudierende ein fünfjähriges Studium und einen 18-monatigen Vorbereitungsdienst absolvieren. Am Ende winkt der Master of Education und die Staatsprüfung. Aber auch in anderen Bundesländern sieht die Ausbildung nicht viel anders aus. Die Regelungen sind zwar länderspezifisch, doch die Herausforderung bleibt dieselbe: Wie hält man die angehenden Lehrkräfte motiviert und schickt sie gut vorbereitet in die Klassenräume?
Krach hat sich auch an den Streichungen von zwei Sonderprogrammen für die Lehrkräfteausbildung gestört, die in der Vergangenheit dazu beigetragen hatten, die Absolventenzahlen zu erhöhen. Er möchte diese Rückgängig machen. Zudem hat die SPD in ihrem Wahlprogramm die Stärkung der Schools of Education und eine praxisorientierte Professionalisierung betont. Doch nicht alle sind von Krachs Vorschlägen begeistert. Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) sieht die Umsetzung solcher Reformen als schwierig an, da viele Hochschulen sich gegen Veränderungen wehren.
Die Zukunft der Lehrerbildung
Ein weiterer Aspekt, den Krach anspricht, sind die bestehenden Lehrkräfte selbst. Auch sie benötigen Fortbildungen, um mit Themen wie Künstlicher Intelligenz und Rechtsextremismus umgehen zu können. Schließlich ist es wichtig, dass die Ausbildung nicht nur die neuen Lehrkräfte betrifft, sondern auch jene, die bereits im Dienst sind. Nur so wird der Lehrerberuf wieder attraktiver. Es scheint, als ob die gesamte Bildungslandschaft in Deutschland dringend eine Auffrischung braucht.
Die Lehrerbildung ist in Deutschland eine komplexe Angelegenheit. Jedes Bundesland hat seine eigenen Anforderungen und Verfahren. Während in Bayern die Ausbildung in drei Phasen erfolgt – wissenschaftliches Studium, zweijähriger Vorbereitungsdienst und Staatsprüfungen – sehen die Regelungen in Bremen ganz anders aus: Hier werden die angehenden Lehrer in drei Ausbildungsschritten auf die Herausforderungen vorbereitet. Diese Vielfalt kann für die Studierenden sowohl ein Vorteil als auch eine Herausforderung darstellen, denn die Wege sind oft steinig und lang.
Das große Ziel bleibt aber, die Qualität der Lehrerbildung zu steigern und damit auch die Bildung der Schüler zu verbessern. Wenn wir die richtigen Strukturen schaffen und die angehenden Lehrkräfte richtig unterstützen, kann das nur positiv für die Gesellschaft sein.
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