Heute ist der 5. Mai 2026 und das Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg (JFBB) hat seine Pforten geöffnet. Bis zum 10. Mai können wir uns auf eine spannende Entdeckungsreise durch die vielfältige Filmwelt Israels und darüber hinaus begeben. Mit einer Auswahl von rund 60 Filmen aus 22 Ländern wird das Festival in diesem Jahr ein besonderes Augenmerk auf die Diversität der jüdischen Geschichte und Gegenwart legen. Und das Beste daran? Es gibt so viel mehr zu entdecken als nur die üblichen Geschichten!

Ein Highlight ist die Filmreihe «The Other Israel», die in Zusammenarbeit mit dem New Yorker Other Israel Film Festival entstand. Hier wird der Versuch unternommen, vereinfachte Narrative zu hinterfragen und die komplexe Realität der israelischen und palästinensischen Gesellschaften zu beleuchten. Es ist bemerkenswert, wie diese Reihe aktuelle Themen aufgreift und zur Diskussion anregt – ein echter Gewinn in Zeiten von Polarisierung und Boykott, wie Isaac Zablocki, Geschäftsführer des US-Festivals, treffend bemerkte.

Filmische Vielfalt und spannende Einblicke

In der Reihe «The Other Israel» erwarten uns unter anderem spannende Dokumentarfilme wie «The Smugglers», der die Geschichte von Buchhändlern erzählt, die arabischsprachige Bücher nach Israel bringen. Oder das Kurzdrama «Butcher’s Stain», das die Nöte eines palästinensischen Supermarktangestellten thematisiert, der nach einer falschen Verdächtigung ins Visier gerät. Ein weiterer Film, «On Thin Ice», bietet einen Einblick in die drusische Community in Israel und begleitet eine junge Eishockeyspielerin auf ihrem Weg – interessant, oder?

Aber das ist noch nicht alles. Auch die Reihe «Nordic Jewish Focus» hat viel zu bieten. Hier wird das jüdische Leben in Skandinavien beleuchtet, und die Komödie «Snipped» zeigt auf humorvolle Weise die Gedanken eines Konvertiten, der sich beschneiden lassen möchte. Man fragt sich: Was bewegt die Menschen in diesen unterschiedlichen Kulturen?

Wettbewerbe und Diskussionsrunden

Großer Andrang herrscht in den Wettbewerben – elf Spielfilme und neun Dokumentarfilme kämpfen um die begehrten Preise, die nach der Berliner Kinolegende Gershon Klein benannt sind. Und nicht zu vergessen: die Diskussionsrunden rund um die Filme, die den Zuschauern die Möglichkeit bieten, sich mit Filmschaffenden über aktuelle Produktionsbedingungen und kreative Herausforderungen auszutauschen. Diese Gespräche sind eine großartige Gelegenheit, um mehr über die Hintergründe der Filme zu erfahren und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

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Die Ticketpreise sind mit 10 Euro (ermäßigt 8 Euro) absolut fair, und sie sind online erhältlich – ein kleiner Aufwand für ein großes Erlebnis! Die Spielorte in Berlin umfassen unter anderem das Filmkunst 66, Moviemento, Bundesplatz-Kino und Kino Krokodil. In Potsdam sind das Thalia – Programmkino Babelsberg und das Filmmuseum Potsdam die Schauplätze des Geschehens.

Ein Festival für alle Sinne

Das JFBB bietet nicht nur Filme, sondern auch eine Fülle von Veranstaltungen, die über die Leinwand hinausgehen. Sonderveranstaltungen sind im Jüdischen Museum Berlin, im Felleshus sowie im Jüdischen Gemeindehaus Fasanenstraße geplant. Man könnte fast sagen, es ist ein Fest für alle Sinne – mit einer Mischung aus Kunst, Kultur und tiefgründigen Gesprächen.

Das Artwork des Festivals wird von Maria Schrader, einer bekannten deutschen Schauspielerin, gestaltet und bringt frischen Wind in die Gestaltung. Schrader ist auch mit ihren Filmen «Vor der Morgenröte» und «Aimée & Jaguar» im Programm vertreten. Das Festival verspricht, ein Ort des Dialogs, des Austauschs und der Begegnung zu sein.

Wer also die Möglichkeit hat, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Ein paar spannende Tage in Berlin und Potsdam warten auf uns, gefüllt mit Geschichten, die das Herz berühren und den Geist anregen. Film ab!